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Mehr Frauen im IHK-Parlament

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33 Unternehmerinnen werden in Vollversammlung gewählt. Das neue Präsidium wird im Mai bestimmt.

Der Vollversammlung, dem Parlament der Frankfurter Industrie- und Handelskammer (IHK), werden in der kommenden Wahlperiode deutlich mehr Frauen angehören als zuletzt. 33 Unternehmerinnen wurden bei der Wahl in das aus 89 Sitzen bestehende höchste Gremium der Kammer gewählt. Das sind elf mehr als vor fünf Jahren. Der Frauenanteil stieg auf 37 Prozent.

Offenbar hatten viele der rund 110 000 Mitgliedsunternehmen den Wunsch, mehr Frauen in die Arbeit des Wirtschaftsparlaments einzubinden. Gerade mal 37 Frauen traten zu der am Dienstag beendeten Wahl an, alle bis auf vier kandidierten also erfolgreich.

44 Unternehmer oder Manager gehören dem Gremium, das den Haushalt beschließt, den Hauptgeschäftsführer bestellt und aus seinen Reihen das Präsidium wählt, erstmals oder wieder an. Neu sind etwa Frank Junker, Geschäftsführer der Frankfurter Wohnungsgesellschaft ABG, und Axel Hellmann, Marketingvorstand von Eintracht Frankfurt.

Auch einige jüngere Frauen werden erstmals der Vollversammlung angehören, etwa Nicole Busold von Wacker’s Kaffee und Claudia Catacchio vom Schuhsalon Linda. Frank Albrecht, viele Jahre in der IHK aktiv und früher Präsident des hessischen Handelsverbands, zieht nach fünf Jahren Pause wieder in das Parlament ein. Nicht gewählt wurde dagegen der in der kommunalen Ausländervertretung aktive Unternehmer Kerry Reddington, der beim Jahresempfang der Kammer mit einigem Aufwand für sich geworben hatte.

66 der neuen Mitglieder der Vollversammlung vertreten Unternehmen mit Sitz in Frankfurt, 23 Unternehmen aus dem Hochtaunus- oder dem Main-Taunus-Kreis. Die Wahlbeteiligung war mit 7,8 Prozent fast so schlecht wie vor fünf Jahren.

Wer folgt Müller?

Die Frankfurter IHK steht in diesem Jahr vor einem riesigen Umbruch. Die neue Vollversammlung wird einen Nachfolger für Präsident Mathias Müller wählen müssen, der nach zwei Wahlperioden nicht mehr für dieses Ehrenamt kandidieren durfte und sich auch nicht mehr für die Vollversammlung aufstellen ließ. Auch seine Stellvertreter Karen Hoyndorf und Wolfgang Wrabetz können nicht erneut in das Präsidium gewählt werden. Dasselbe gilt für fünf der sieben bisherigen Vizepräsidenten. Hinzu kommt, dass Angelika Zülch-Busold nicht antrat und Dietmar Vogelsang nicht in die Vollversammlung gewählt wurde.

Die neue Präsidentin oder den neuen Präsidenten der Kammer sowie bis zu neun weitere Präsidiumsmitglieder wählt die Vollversammlung in ihrer konstituierenden Sitzung am 9. Mai. Bisher gab es das Bemühen, die Branchenvielfalt der Wirtschaft im IHK-Bezirk abzubilden.

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