Bauarbeiten

Mehr Ersatzbusse während der Streckensperrung

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Wenn ab Juli die Schienen auf der Eschersheimer neu gemacht werden, fährt die Linie 64 öfter.

Während der Bauarbeiten an der sogenannten A-Strecke der Stadtbahnlinie wird der Schienenersatzverkehr auf die Buslinie 64 ausgeweitet. Statt im üblichen Zehnminutentakt soll die 64 über den gesamten Zeitraum der Streckensperrung (1. Juli bis 12. August) alle sieben Minuten fahren. Das teilten Mitarbeiter der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) am Donnerstag in der Sitzung des Ortsbeirats 9 mit.

Damit folgt die VGF einem Antrag des Gremiums, in dem die Stadtteilpolitiker den erweiterten Einsatz der Buslinie zwischen Ginnheim und Hauptbahnhof forderten. Ortsvorsteher Friedrich Hesse (CDU) zeigte sich verwundert über diese Entscheidung, nachdem der Vorschlag, der von seiner Fraktion ausging, zunächst durch die VGF abgelehnt worden war. „Ich freue mich, dass die Linie 64 nun doch enger getaktet fahren wird“, sagte Hesse. Insbesondere für Anwohner in Ginnheim würde das die Einschränkung durch den U-Bahn-Ausfall abfedern.

Wie VGF-Mitarbeiter Torsten Jordan darlegte, werden während des Großbauprojekts die Linien U1 und U8 komplett eingestellt. Die U3 wird abgeändert zwischen Oberursel-Hohemark und der Station Ginnheim fahren. Die Linie U9 von Ginnheim nach Nieder-Eschbach wird verlängert bis zur Station Bad Homburg-Gonzenheim und zusätzlich in engerer Taktung fahren. Öfter fahren werden außerdem die Straßenbahnlinie 16 zwischen Ginnheim und Offenbach via Bockenheimer Warte sowie die Buslinie 27 (Nieder-Eschbach–Frankfurter Berg).

Für den Schienenersatzverkehr ist der Einsatz von 36 zusätzlichen Bussen geplant. Dazu sollen großflächig Ersatzhaltestellen eingerichtet werden. Busse werden ab der Heddernheimer Landstraße über die Eschersheimer Landstraße bis zur Endstation auf dem Parkplatz des Möbelhauses Segmüller in der Allerheiligenstraße verkehren. Ab der Konstablerwache fahren im Fünfminutentakt jeweils zwei Gelenkbusse über die Kurt-Schumacher-Straße und die Eschersheimer Landstraße zurück zur Heddernheimer Landstraße.

Fahrkarten in den Ersatzbussen selbst können laut Jordan nicht erworben werden. Es sei nicht möglich, die Ersatzwagen ohne weiteres auf das Betriebssystem des RMV umzustellen. Sofern es keine Ticketautomaten in direkter Umgebung der Ersatzhaltestellen gebe, könnten Fahrgäste sich ihre Fahrscheine beim nächsten Umstieg ziehen. „Wir bitten Fahrgäste, sich nach Möglichkeit vorab ihre Tickets zu organisieren“, so Jordan.

Mit Blick auf die Barrierefreiheit des Ersatzverkehrs müssen Passagiere wohl in Teilen mit Einschränkungen rechnen. „Da wir Ersatzhaltestellen an Gehwegen und Parkbuchten einrichten müssen, können wir nicht garantieren, dass Menschen an jedem Stopp ohne Hindernisse ein- und aussteigen können“, sagte Jordan. Diesbezüglich sei die Planung der VGF jedoch noch nicht abgeschlossen. „Wir sind bemüht, die Prioritäten der Fahrgäste zu berücksichtigen“, so der Fachbereichsleiter.

Anwohner am Dornbusch dürfen sich in Zukunft auf weniger Lärmbelästigung freuen. Mehrfach hatten sich Bürger in der Vergangenheit über der Lautstärke der U-Bahnen beschwert. Geplante Schweißarbeiten an Schienen und Weichen an den Stationen Lindenbaum, Hügelstraße und Dornbusch sollen zu einer deutlichen Verringerung der Lärmemissionen führen, erklärte Knut Müller von der VGF.

Alle aktuellen Informationen zur Sperrung der A-Strecke sowie zum geplanten Schienenersatzverkehr sind online abrufbar unter www.vgf-ffm.de oder telefonisch unter der Nummer 21-303.

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