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Dass ihre Spiele von möglichst vielen gespielt werden, darauf hoffen alle Entwicklerstudios. Auch wenn Zahlen wie die von Counter-Strike: GO für Newcomer kaum zu knacken sind. Michael Schick
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Dass ihre Spiele von möglichst vielen gespielt werden, darauf hoffen alle Entwicklerstudios. Auch wenn Zahlen wie die von Counter-Strike: GO für Newcomer kaum zu knacken sind. Michael Schick

Kreativwirtschaft

Mehr Entwicklerstudios in Frankfurt ansiedeln

  • Steven Micksch
    VonSteven Micksch
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Ein spezielles Stipendium soll Kreative der Computerspielbranche dazu bewegen, in der Rhein-Main-Region zu gründen und somit den Standort Hessen zu stärken.

Bei einer Mischung aus Kartenspiel und Echtzeit-Strategiespiel den Sieg erringen oder auf einem basarähnlichen Markt mit Diebeszügen das eigene Überleben sichern: Das sind zwei Projektideen für Computerspiele, die bald Realität werden könnten – und in Hessen entwickelt werden. Möglich werden sie auch, weil es seit kurzem das „Gameplaces plug & play Entwicklerstipendium“ gibt, das beide Projekte fördert.

Initiiert hat das Ganze die Gamearea Hessen. Der in Frankfurt ansässige Verein versteht sich als Interessenvertretung der Computer- und Videospielbranche im Rhein-Main-Gebiet und ganz Hessen und will das Bundesland als Zentrum für digitale Games- und Medienkultur weiterentwickeln.

„Die Idee zu solch einer Förderung war bei uns schon vor zwei Jahren aufgekommen“, sagt Wilhelm Weber, Vorstandsvorsitzender der Gamearea. Es dauerte jedoch noch einige Zeit, bis der Verein auch politische Entscheidungsträger ins Boot holen konnte. Mittlerweile sind die Wirtschaftsförderung Frankfurt und das Hessische Wirtschaftsministerium im Rahmen der Strategie Digitales Hessen als Träger dabei.

Christian Hoppenstedt, Vorstandmitglied der Gamearea, erklärt, vorrangiges Ziel sei es, eine niedrigschwellige Möglichkeit für Newcomer in der Gamesbranche zu schaffen, damit diese ihre eigenen Spielideen verwirklichen können. Denn trotz guter Ausbildungsmöglichkeiten in der Region müssten viele junge Spieleentwickler immer noch eher nach Berlin, Hamburg oder ins Ausland gehen, um einen Job zu bekommen. „Die Anzahl der Gründungen hier bei uns ist überschaubar“, sagt Hoppenstedt. Mit dem Stipendium soll sich das jetzt ändern. Damit sollen mehr Spiele in Hessen entwickelt und Studios gegründet werden.

Unternehmen als Betreuer

Das momentan auf sechs Monate ausgelegte Stipendium biete sowohl eine finanzielle Komponente als auch eine betreuerische. So profitieren die Teams von einer Startfinanzierung und bekommen darüber hinaus Büroräume in einem etablierten Entwicklerstudio sowie direkte Unterstützung von den dortigen Mitarbeiter:innen. Aktuell übernimmt diese Rolle das Frankfurter Unternehmen Deck 13.

In der laufenden Pilotphase wurden zwei Projekte ausgewählt: „Norn, Masters of Ragnarok“ und „Market Thief“.

„Beide Teams sind richtig euphorisch“, sagt Wilhelm Weber, „sie können vor Ort mit ihren Idolen zusammenarbeiten.“ Wobei das wegen der Pandemie gerade schwierig ist. Der Austausch findet zurzeit online statt, ab Sommer wolle man aber auch die Präsenz im Unternehmen realisieren. Das Stipendium werde deshalb wohl auch länger laufen. Die beiden Teams setzen sich aus Sechstsemestlern der Hochschule Darmstadt zusammen.

Am Ende der Förderung sollen beide Projekte, die es aktuell als Prototyp gibt, auf die nächste Stufe gehoben worden sein und nach Möglichkeit marktreif sein. Evaluiert wird das Stipendium vom Steinbeis-Verbund, der mit der Hochschule kooperiert.

Die Verantwortlichen der Gamearea haben auch die Zukunft des Stipendiums im Blick. „Wir müssen nach der Pilotphase auf der politischen Ebene Überzeugungsarbeit leisten, um weitere Mittel zu bekommen“, sagt Hoppenstedt. Ziel sei es, später bis zu fünf Teams zu fördern und auch andere Entwicklerstudios als Partner zu gewinnen.

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