Sanierungsarbeiten

Mehr Busse in den Sommerferien

  • schließen

Ortsbeirat fordert dichtere Taktungen während der Sanierung der A-Strecke. Unter anderem fordert das Gremium Expressbusse, die ohne Zwischenstopp fahren.

Mit erheblichen Behinderungen im Nahverkehr rechnet der Ortsbeirat 15 in den Sommerferien. Dann soll die A-Strecke des Frankfurter U-Bahnnetzes zwischen den Stationen Südbahnhof und Heddernheim aufgrund von Sanierungsarbeiten gesperrt werden. Um die Einschränkungen für Fahrgäste gering zu halten, setzt sich das Stadtteilgremium mit zwei Anträgen für eine optimierte Planung des Schienenersatzverkehrs ein.

„Dass mit längeren Fahrtzeiten gerechnet werden muss, ist klar, aber die Einschränkungen sollten im zumutbaren Rahmen bleiben“, sagt Ortsvorsteher Ernst Peter Müller (CDU). „Gerade von Älteren kann man nicht verlangen, mehrmals umsteigen zu müssen.“ In einem Antrag, der in der Sitzung am Freitag verabschiedet wurde, schlägt seine Fraktion daher vor, zusätzlich zum geplanten Ersatzverkehr zwei Expressbusse einzusetzen. Die A-Strecke sei mit bis zu 125 000 Fahrgästen am Tag die meistbefahrene U-Bahn-Verbindung in Frankfurt.

Wenn die Strecke vom 1. Juli bis zum 12. August saniert wird, stellen die U1 und U8 den Betrieb komplett ein. Die U2 wird verkürzt. Da genüge es nicht, die U9 von Ginnheim bis Gonzenheim zu verlängern und Busse, die zwischen Heddernheimer Landstraße und Konstablerwache sowie zwischen Riedwiese/Mertonviertel und Heddernheim pendeln, einzusetzen, heißt es im Antrag.

„Um den Ersatzverkehr zu entlasten, wäre es sinnvoll, Fahrgastströme an den Knotenpunkten Kalbach und Nieder-Eschbach mehr zu verteilen und leicht erreichbare alternative Anbindungen anzubieten“, argumentiert die CDU. Etwa über Expressbusse, die ohne Zwischenhalt zwischen Kalbach und Frankfurter Berg oder Nieder-Eschbach und Bad Homburg verkehren könnten. Die Busse sollten laut CDU zu den Berufsverkehrszeiten im halbstündigen Takt fahren.

Die Grünen im Ortsbeirat befürchten Chaos zu den Stoßzeiten. „Die vorgesehenen Ersatzverkehre sind unzureichend und folgen nicht dem Streckenverlauf der A-Strecke“, heißt es in ihrem Antrag, der ebenfalls verabschiedet wurde. Sie fragt, ob der Ersatzverkehr näher an der A-Strecke erfolgen könnte.

Die U9 soll häufiger fahren und mehr Waggons erhalten. „Denn schon jetzt wird die Anzahl in den Sommerferien um einen Wagen verringert, was regelmäßig zur Überfüllung der Bahnen führt.“ Auch eine dichtere Taktung der Tramlinie 16 zum Hauptbahnhof sowie der 27er Bus zwischen Nieder-Eschbach und der S-Bahnstation Frankfurter Berg wären wünschenswert. Zudem gelte es zu prüfen, ob größere Busse eingesetzt werden könnten. Außerdem wäre es fair, den Zeitkarteninhabern im Einzugsbereich der A-Strecke eine verlängerte Laufzeit anzubieten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare