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Neben 3G gilt auch die Pflicht, OP- oder FFP2-Maske zu tragen. Oeser
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Neben 3G gilt auch die Pflicht, OP- oder FFP2-Maske zu tragen. Oeser

RMV

Mehr X-Busse in der Region

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Der RMV stellt die Neuerungen zum Fahrplanwechsel vor - es gibt weitere X-Bus-Linien und teilweise mehr Sitzplätze in Regionalzügen.

Im Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) waren zuletzt wieder 75 Prozent der Fahrgäste im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie unterwegs. Doch mit der bundesweiten Einführung der 3G-Regeln in Bus und Bahn von Mittwoch an erwartet RMV-Geschäftsführer Knut Ringat erneut einen Rückgang der Fahrgastzahlen. Er blieb aber optimistisch: „Lebbe geht weiter.“

Der RMV befinde sich auf einem „Verkehrswendekurs“ und wolle bis 2030 etwa ein Drittel mehr Fahrgäste gewinnen als vor der Pandemie, sagte Ringat. Die 2020er Jahre rief er zum „Jahrzehnt des Bauens“ aus. Als Beispiele nannte er die S-Bahn nach Usingen (Betrieb ab Ende 2023), die RTW im Westen von Frankfurt (ab Ende 2026), die Wallauer Spange von Wiesbaden zum Flughafen (ab Ende 2026), die zwei neuen Gleise von Frankfurt nach Bad Vilbel (ab Ende 2023). Weitere Projekte seien in der Planung.

Zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember wird es 29 statt 23 X-Bus-Linien geben. Sie sind unter anderem rund um den Frankfurter Flughafen, im Main-Kinzig-Kreis, in Darmstadt und Marburg unterwegs. Mit der Linie X95 von Büdingen über Erlensee nach Frankfurt-Enkheim wird eine Alternative zur Autofahrt über die A66 angeboten. Mit dem X-Bus dauere die Fahrt von Erlensee nach Enkheim, wo die U-Bahn-Linien 4 und 7 halten, gerade einmal 28 Minuten, warb Ringat.

Wer mit dem Regionalzug zwischen Frankfurt und Limburg pendele, könne künftig mehr Komfort erwarten, sagte der RMV-Chef. Der Regionalzug RB22 fahre täglich im Stundentakt mit zusätzlichen Zügen in der Hauptverkehrszeit. In Kombination mit dem RE20 (Frankfurt–Limburg) gebe es bis zu vier Fahrten pro Stunde. Zum Fahrplanwechsel würden im Berufsverkehr etwa 120 Sitzplätze mehr pro Zug auf der Linie RB22 angeboten. Die Wagen würden neu designt und hätten künftig WLAN.

Neuer Fahrplan

Der Fahrplanwechsel am 12. Dezember bringt Änderungen für die Fahrgäste mit sich. Künftig gibt es 29 statt 23 X-Bus-Linien.

Rund um den Frankfurter Flughafen sind die X-Bus-Linien X14 (Darmstadt – Walldorf), X15 (Darmstadt – Flughafen), X18 (Dietzenbach – Walldorf) in einem neuen Gesamtkonzept unterwegs. Im Main-Kinzig-Kreis fahren die Linien X57, X64, X93, X94 sowie die neue Linie X95 (Büdingen – Erlensee – Frankfurt). Neu sind auch die Linien X35 (Alsfeld – Marburg) und X69 (Darmstadt – Reichelsheim).

Die Regional-Zuglinie RB82 (Frankfurt – Darmstadt – Höchst im Odenwald – Erbach) bekommt mehr Sitzplätze, die Linie RB22 (Frankfurt – Limburg) mehr Sitzplätze und Komfort. fle

Ab Spätsommer 2022, wenn neue Wagen beschafft seien, würden auch etwa 120 Sitzplätze mehr im RB82 (Frankfurt–Darmstadt–Höchst im Odenwald–Erbach) zur Verfügung gestellt. Ebenfalls von 2022 an werde das On-Demand-Busangebot ausgeweitet. Diese Busse kämen in Hofheim, Kelsterbach, dem Landkreis Darmstadt-Dieburg, in Wiesbaden und Hanau neu hinzu. Der Bund fördere das Projekt in der Rhein-Main-Region mit 27 Millionen Euro. In Frankfurt fährt bereits das On-Demand-Angebot Knut, im Kreis Offenbach der Hopper, in Limburg der Lahnstar. Rund 82 000 Fahrgäste haben das Angebot laut RMV bislang genutzt.

Busse fahren autonom

Bis zum Ende der 2020er Jahre kündigte Ringat eine Verknüpfung der On-Demand-Busse mit dem autonomen Fahren an. Die Technik entwickele sich rasant weiter, sagte er. In Bad Soden-Salmünster fahre schon ein autonomer Bus im regulären Straßenverkehr mit – wenn auch nur mit elf Stundenkilometern. On-Demand-Busse seien vor allem für den ländlichen Raum geeignet.

Um den CO2-Ausstoß im Verkehrssektor bis 2030 zu halbieren, seien weitere Investitionen in den ÖPNV nötig, sagte Ringat. Laut einer Studie von Roland Berger, die der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen in Auftrag gegeben habe, müssten 11,5 Milliarden Euro bereitgestellt werden. Das entspreche in etwa den Jahreseinnahmen des ÖPNV in Deutschland.

Damit ließe sich laut Ringat ein Viertel mehr öffentlicher Nahverkehr auf die Straßen und Schienen bringen. „Meiner Einschätzung nach ist es besser, Milliarden in den Nahverkehr zu investieren als Milliarden in Strafzahlungen, falls Deutschland die Klimaziele verfehlt.“

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