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Büroräume in Frankfurt sind gefragt.

Immobilienmarkt in Frankfurt

Mehr Büros vermietet

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Die Immobilienbranche bewertet das erste Quartal des Jahres positiv. Demnächst soll der Markt in Frankfurt dann vom Brexit profitieren.

Der Frankfurter Büromarkt wächst. In den ersten drei Monaten des Jahres wurden 137 000 Quadratmeter Büroräume vermietet oder verkauft – elf Prozent mehr als von Januar bis März 2016.

Die Immobiliendienstleister BNP Paribas und JLL legten am Freitag ihre Quartalsanalysen vor. Darin kommen sie zu dem Schluss, dass vor allem eine Vielzahl kleinerer und mittlerer Anmietungen zu dem Ergebnis geführt habe. Eine große Fläche sicherte sich nur die Zürich Beteiligungs-Aktiengesellschaft, die 17 500 Quadratmeter in der Innenstadt übernahm.

Der Leerstand in den Frankfurter Bürotürmen fällt geringer aus als in den vergangenen Jahren. Für 1,57 Millionen Quadratmeter gibt es derzeit keine Nutzer. Das entspricht einem Zehntel der vorhandenen Fläche. Die Zehn-Prozent-Marke könne im Lauf des Jahres unterschritten werden, hieß es von BNP Paribas.

Zumal weniger gebaut wird als zuletzt. Derzeit entstehen 277 000 Quadratmeter Bürofläche. Das sind 18 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Im Zehn-Jahres-Schnitt ist die Bautätigkeit sogar um ein Viertel zurückgegangen. Grund dafür sei unter anderem das begrenzte Angebot an Grundstücken in zentralen Lagen, teilte BNP Paribas mit.

Noch kein Brexit-Abschluss

Wer nun glaubt, dass vor allem Banken und Finanzdienstleister nach Flächen suchten, der irrt. Sie machten nur ein Zehntel des Umsatzes aus. In der Rangliste der Branchen liegen die Geldhäuser auf Platz vier. Spitzenreiter sind Firmen der Informations- und Kommunikationstechnologien, die für 14 Prozent des Ergebnisses verantwortlich sind.

Die Reihenfolge könnte sich aber wieder ändern, wenn Banken wegen des Brexits aus London an den Finanzplatz Frankfurt ziehen. Abschlüsse gebe es zwar noch nicht, sagte Markus Kullmann von JLL: „Die Gespräche werden aber immer konkreter.“ Frankfurt werde – wie auch Dublin, Amsterdam oder Paris – Profiteur des britischen EU-Ausstiegs werden, so Kullmanns Prognose.

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