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Mehr als 20 000 Stimmen für Klimaentscheid in Frankfurt

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Von: Thomas Stillbauer

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Erste Etappe geschafft: Klimaentscheid Frankfurt.
Erste Etappe geschafft: Klimaentscheid Frankfurt. © Klimaentscheid Frankfurt

Die Initiative freut sich über viel Zuspruch und bereitet sich auf Aktionen im nächsten Jahr vor. „Jetzt brauchen wir Geschwindigkeit.“

Nicht nur gut 15 000, wie zunächst gemeldet, sondern mehr als 20 000 Unterschriften hat die Initiative Klimaentscheid Frankfurt gesammelt. Ziel ist ein Bürgerentscheid über die Klimaziele und einen schnelleren Weg dorthin in der Stadt. Die Abstimmung soll im kommenden Jahr laufen.

Bei der Sammlung seien die Unterstützung vieler weiterer Initiativen, der Klimaausstellung des Museums für Kommunikation sowie Frankfurter Künstlerinnen und Künstler hilfreich gewesen, berichtet Klimaentscheid-Pressesprecher Sven Nagel: „Nach und nach konnten wir immer mehr Mitstreiter:innen gewinnen, die sich auch in 2023 weiter engagieren werden.“

Tempo fordert der Klimaentscheid besonders beim Ausbau der Photovoltaik. Die Stadt habe bereits die Solaroffensive gestartet und Türen für Genossenschaften geöffnet. „Jetzt brauchen wir Geschwindigkeit.“ Auch bei der energetischen Sanierung von Altbauten. Städte wie das fränkische Erlangen seien Frankfurt da voraus. Die Stadt Frankfurt müsse ihr Programm zur Modernisierung des Gebäudebestands aktualisieren: mit mehr Geld und einem Augenmerk auf nachhaltige Lieferketten.

Auch fürs Stadtgrün sei „sofortiges Handeln geboten“: Damit sich Frankfurt im Sommer nicht noch weiter aufheizt, müsse „endlich ein ambitioniertes Begrünungsprogramm“ her. „Wir setzen uns dafür ein, dass der Baumverlust der letzten Jahre so schnell wie möglich ausgeglichen und die Bedingungen für die Bäume im Bestand durch Standort-Sanierungen verbessert werden.“ Wo immer möglich, sollen Flächen entsiegelt, Regenwasser genutzt und somit kostbares Trinkwasser eingespart werden.

Darüber hinaus führt der Klimaentscheid die Mobilitätswende weit oben auf seiner Forderungsliste. Ziel ist eine lebenswerte Stadt mit von Bäumen beschatteten Straßen, Platz für Fuß-, Radverkehr und spielende Kinder: „Ein ,weiter so‘ mit genauso vielen E-Autos ist daher keine Alternative.“

„Wir fordern eine Stadt für Menschen statt für Autos, und möchten uns dafür auch im kommenden Jahr einsetzen“, kündigt die Initiative an. Sie fordert die Menschen in den Stadtteilen auf, ihre Ideen dazu an die Ortsbeiräte heranzutragen.

Mehr zu den Zielen der Initiative unter klimaentscheid-frankfurt.de

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