1. Startseite
  2. Frankfurt

Mehr Abfall in Frankfurt

Erstellt:

Von: Steven Micksch

Kommentare

Der Müll häuft sich.
Der Müll häuft sich. © Michael Schick

Homeoffice und Lockdown zeigen Spuren. Nur Menge des Altpapiers geht zurück.

Das Abfallaufkommen im häuslichen Bereich hat in Frankfurt im Jahr 2020 stark zugenommen. Das zeigt eine Statistik der Stadt Frankfurt, die jüngst veröffentlich wurde. Eine Ausnahme bildet das Altpapier.

Bisher war der Trend beim Müllaufkommen eigentlich leicht rückläufig, so die Stadt. Doch 287 524 Tonnen Abfälle im Jahr 2020 bedeuten einen Anstieg um 3,3 Prozent zum Vorjahr, wo es noch 278 247 Tonnen waren. Das Sperrmüllaufkommen erhöhte sich dabei um 12,3 Prozent, das der recycelbaren Stoffe um 4,5 Prozent.

Bei den Wertstoffen legte Holz prozentual am meisten zu – ein Plus von 12,3 Prozent bedeuten 1926 Tonnen mehr als im Vorjahr. Auch beim Altglas stand am Ende des Jahres eine Zunahme von 1207 Tonnen (8,7 Prozent). Dahinter folgten organische Abfälle, deren Aufkommen um 2130 Tonnen (8,2) gestiegen ist. Obwohl Leichtstoffe zunächst weniger ins Gewicht fallen, zeige der Zuwachs von 4,9 Prozent (685 Tonnen), dass im Corona-Jahr eine große Anzahl von Verpackungen entsorgt worden sei, so die für Statistiken zuständige Stadträtin Eileen O’Sullivan.

Überraschenderweise ging die Menge des Altpapiers im Vergleich zu 2019 zurück – trotz boomenden Onlinehandels. Die Müllmenge sank hier um 933 Tonnen. Damit setzt sich ein langfristiger Trend fort: Seit 2011 sank das Altpapieraufkommen um fast 21 Prozent (9525 Tonnen).

Erklären lasse sich der Rückgang durch die veränderte Zusammensetzung des Altpapiers. Schweres Papier wie Zeitungen, Prospekte und Kataloge würden weniger. Stattdessen landeten vermehrt Kartonagen aus dem Versandhandel in der blauen Tonne. Diese sind leichter und sperriger und nehmen viel Raum ein. Das wiederum sorgt für mehr Bedarf an Behältern: 2,2 Prozent mehr Papiertonnen wurden aufgestellt.

Auch interessant

Kommentare