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Bei Bäcker Mayer wird geputzt.
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Bei Bäcker Mayer wird geputzt.

Bäckerei Mayer

Mayer-Filialen sollen Samstag öffnen

  • Judith Köneke
    VonJudith Köneke
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  • Georg Leppert
    Georg Leppert
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Die Filialen der wegen Hygienemängel in die Schlagzeilen geratenen Bäckerei Mayer öffnen erst wieder am Samstag. Der Grund: Es gab Probleme bei der Beschaffung von Backwaren. Wann die Produktionsstätte in Rödelheim wieder öffnen kann, ist ungewiss.

Verwirrung um die Filialen der Bäckerei Mayer. Nur wenige hatten am Donnerstag geöffnet, wie es ursprünglich geplant war. Mittlerweile heißt es, die Geschäfte könnten ihren Betrieb am Samstag wieder aufnehmen. Ob die Stammkunden wiederkommen, erscheint fraglich.

In den Filialen am Grüneburgweg, an der Adalbertstraße und an der Staufenstraße wird am Donnerstag jedenfalls nichts verkauft. Weiterhin hängen Zettel in der Tür, die Geschäfte seien „vorübergehend geschlossen“. Dass eklatante hygienische Mängel in der Produktionsstätte in Rödelheim der Grund dafür sind, dass seit Montagmittag keine Backwaren in den Filialen verkauft werden dürfen, erfahren die Kunden nicht. Dafür heißt es auf einem handgeschriebenen Zettel an der Filiale Staufenstraße: „Bei Fragen an Herrn Mayer wenden.“

Die Kunden bleiben aus

Doch Oliver Mayer, der das Traditionsunternehmen in dritter Generation führt, beantwortet vor allem Fragen der Medien. Dieser Tage etwa hatte er Besuch von der „Hessenschau“ und kritisierte die Schließung seiner Produktionsstätte und der Filialen durch das Ordnungsamt. Mayer bezweifelte sogar, dass die von der Behörde veröffentlichten Bilder, auf denen Ungeziefer und Kot zu sehen sind, in seinem Betrieb entstanden sind. Für Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) sind solche Aussagen ein Beleg dafür, dass Mayer den Ernst der Lage immer noch nicht verstanden habe.

Die Filiale an der Pfingstweidstraße im Ostend ist am Donnerstag geöffnet. Schon morgens wird deutlich, dass der Skandal um die fehlende Hygiene dem Unternehmen sehr schaden wird. „Es sind weniger Kunden als sonst“, sagt Besitzer Zeyar Minn, der Brot und Brötchen bis auf weiteres von der Bäckerei Schaan bezieht. Einige Kunden wollten wissen, woher er seine Ware bekomme.

Immerhin eine Frau, die an einem Stand der Bäckerei in der Mendelssohnstraße gerade Brötchen kauft, gibt sich betont gelassen. Ob sie ein Problem damit habe, dass in der Produktionsstätte Ratten herumlaufen? „In welcher Bäckerei ist das denn nicht der Fall?“, antwortet sie.

Trotzdem kaufe sie kein Brot beim Bäcker Mayer. Das liege aber nicht an den hygienischen Problemen. Ihrer Familie schmecke das Brot eines anderen Bäckers einfach besser.

Mängelliste vom Ordnungsamt

Am Donnerstagmittag gibt es dann eine offizielle Aussage zur Zukunft der Mayer-Filialen. Insolvenzverwalterin Ulrike Hoge-Peters, die derzeit die Geschäfte der Bäckerei führt, erklärt auf hr-online, am Samstag sollten alle etwa 20 Filialen wieder öffnen. Die Backwaren würden von der Darmstädter Bäckerei Jourdan geliefert. Die Verkaufsstellen hätten bereits am Donnerstag wieder öffnen sollen, bestätigte Hoge-Peters. Man habe so kurzfristig jedoch keinen neuen Lieferanten organisieren können.

Wann die Produktionsstätte in Rödelheim wieder öffnen kann, ist noch unklar. „Ich warte immer noch auf die Mängelliste des Ordnungsamtes“, sagte Hoge-Peters. Sobald die Liste eingetroffen sei, wolle sie sich mit den Vertretern der Behörde zusammensetzen.

Unterdessen hat die Bäckerei-Kette La Maison du Pain klargestellt, dass sie nichts mehr mit Mayer zu tun hat. Geschäftsführer Bernd Steiner habe die Läden im Dezember 2013 von Oliver Mayer übernommen und unmittelbar danach „sämtliche Geschäftsbeziehungen“ zum bisherigen Eigentümer eingestellt, heißt es in einer Mitteilung. Von den Missständen in der Backstube in Rödelheim sei La Maison du Pain deshalb nicht betroffen.

Zu der Kette gehören Geschäfte im Nordend, im Westend, in Sachsenhausen und im Main-Taunus-Zentrum. „Wir werden von einem regionalen Lieferanten mit unserem Brot- und Brötchensortiment beliefert“, sagte Steiner.

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