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Massenschlägerei im Bahnhofsviertel Frankfurt

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Von: Oliver Teutsch

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Rund 200 Hooligans aus Frankfurt und Posen treffen aufeinander und hatten sich offenbar verabredet. Polnische Krawalllmacher auf der Durchreise nach Luxemburg.

Eine offenbar verabredete Massenschlägerei zwischen Hooligan-Gruppen hat am Mittwochabend einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Gegen 22.30 Uhr waren bei der Polizei erste Meldungen eingegangen, wonach eine 100-köpfige Personengruppe über die Wilhelm-Leuschner-Straße ins Bahnhofsviertel unterwegs sei und sich offensichtlich auf eine Auseinandersetzung vorbereite.

Die Polizei entsandte unverzüglich Streifenwagen, um die Meldung zu verifizieren und stieß im Bereich des Wiesenhüttenplatzes auf die beschriebene Gruppierung, die sich bereits in einer körperlichen Auseinandersetzung mit einer etwa gleichgroßen, mit schwarzen T-Shirts bekleideten, Personengruppe befand. Die Beteiligten trugen teilweise Handschuhe, Sturmhauben und Zahnschutz.

Die Einsatzkräfte schritten sofort konsequent ein und trennten die Parteien. Dabei setzten sie nach Polizeiangaben auch Pfefferspray und Schlagstöcke ein. Die offensichtlich der Risikofanszene von Eintracht Frankfurt angehörenden Gewalttäter flüchteten darauf in Richtung Gutleutviertel, die des polnischen Vereins Lech Posen ins Bahnhofsviertel. In der Karlstraße lokalisierte die Polizei dann etwa 80 Anhänger von Lech Posen. Allen wurde ein Platzverweis für das Bahnhofsviertel ausgesprochen.

Anschließend begleitete die Polizei die Gruppe zu ihrem Hotel, um eine strikte Trennung der beiden Lager zu gewährleisten und ein weiteres gewalttätiges Aufeinandertreffen zu verhindern. In diesem Zusammenhang brachten die Einsatzkräfte in Erfahrung, dass die polnische Gruppe auf der Durchreise zu einem Spiel ihres Vereins am Donnerstagabend gegen das luxemburgische Team von F91 Dudelange war. Im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen traf die Polizei auch auf Anhänger der Frankfurter Risikofanszene. Unter diesen befand sich ein 38-Jähriger, der in der Vergangenheit immer wieder als Verantwortlicher und Organisator diverser, auch gewalttätiger, Aktionen auftrat.

Der Polizei liegen bislang keine Informationen zu verletzten Personen aus den beiden Gruppen vor. Alle Angetroffenen verhielten sich, so die Angaben, der Polizei gegenüber äußerst unkooperativ. Zwei Beamte wurden bei dem Einsatz leicht verletzt. Die Polizei leitete Strafverfahren wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs ein.

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