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Martin Huber (24) musste sich erstmal daran gewöhnen, plötzlich in der Öffentlichkeit zu stehen.
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Martin Huber (24) musste sich erstmal daran gewöhnen, plötzlich in der Öffentlichkeit zu stehen.

Serie: Neue Stadtverordnete in Frankfurt

Martin Huber von Volt Frankfurt: „Gleich mitregieren zu können ist ein Privileg“

  • Kathrin Rosendorff
    VonKathrin Rosendorff
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Stadtverordneter Martin Huber (Volt) berichtet über sein neues Leben seit der Kommunalwahl im März.

Eine der ersten Lektionen, die Martin Huber als neuer Stadtverordneter lernen musste, war es, nicht den prominenten Eingang am Römerberg vorbei an Trauben von Brautpaaren und Touristen zu nehmen. „Ich bin dort die ersten Male ganz selbstverständlich reingelaufen. Bis mir erklärt wurde, dass unser Haupteingang um die Ecke in der Bethmannstraße ist“, sagt der 24-Jährige und lacht. Überhaupt habe er nicht gewusst, wie groß und verwinkelt der Römer sei. „Da musste ich mich erst mal zurechtfinden.“

In der Hand hält er einen schwarzen Notizblock mit dem lila Volt-Aufkleber, gerade kommt er aus der Fraktionsgeschäftsstelle im Römer. Huber ist nicht nur stellvertretender Fraktionsvorsitzender der jungen, paneuropäischen Partei, die in Frankfurt erstmals bei Kommunalwahlen antrat und direkt mit vier Mandaten in die Stadtverordnetenversammlung gewählt wurde. Er ist nun auch der verkehrs- und klimapolitische Sprecher der Partei.

Serie Neue Stadtverordnete

49 der 93 Frankfurter Stadtverordneten sind neu im Parlament. Was trieb sie in die Politik, was wollen sie dort erreichen? Die Frankfurter Rundschau hat sechs der Neulinge bereits kurz vorgestellt und wird in den kommenden Monaten regelmäßig über sie berichten.

Vorgestellt wird die Arbeit der Stadtverordneten Simon Witsch (SPD), Daniela Mehler-Würzbach (Linke), Martin Huber (Volt), Sara Steinhardt (CDU), Mirrianne Mahn (Grüne) und Nathaniel Ritter (FDP). sky

Volt ist auf Anhieb eine Koalition mit Grünen, SPD und FDP eingegangen. „Gleich mitregieren zu können, ist ein Privileg.“ Alles sei neu: plötzlich nicht mehr ehrenamtlich, sondern professioneller Politik zu machen, eigene Büroräume zu haben und eine Geschäftsstelle aufzubauen. „Und in der Öffentlichkeit zu stehen, musste ich auch erst lernen.“

Huber studiert Politik- und Rechtswissenschaft an der Goethe-Uni, seine Bachelorarbeit musste seit der Wahl im März hinten anstellen. Denn bis jetzt habe er keine Atempause, kaum Sozialleben. Angefangen habe dies mit den zeitintensiven wie spannenden Koalitionsverhandlungen. „Das lief alles viel persönlicher ab, als ich es mir vorgestellt hatte.“ Seine Volt-Kolleginnen und Kollegen und er seien auch nicht von den erfahrenden Politiker:innen belächelt worden, nur weil sie im Politikzirkus unerfahren waren. „Alle sind uns auf Augenhöhe begegnet. Sie fanden es toll, dass wir neue Perspektiven reinbringen.“ Er ist stolz, dass sie so viel im 200-seitigen Koalitionsvertrag durchbrachten. Stichpunkt: nachhaltiges Stadtbild. „Es kann nicht genug Begrünung in der Stadt geben“, sagt Huber, der nicht nur eine Innenstadt mit autofreien Zonen, sondern auch autoarme Wohnviertel wie in Barcelona anstrebt. Statt Parkflächen gäbe es mehr Platz für Bänke. Die Menschen kämen mehr zusammen, es gäbe einen Kiez-Charakter in den Wohnquartieren.

Für Huber geht die Ausschussarbeit nach der Sommerpause erst richtig los. Er wird in den Ausschüssen Mobilität und Smart City sowie Klima und Umwelt vertreten sein. Darauf will er sich vorbereiten, aber auch seine Eltern unweit des Schwarzwalds besuchen. „Und meine Bachelorarbeit endlich fertig schreiben.“

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