Rödelheim

Marode Spielplätze in Rödelheim

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Eltern verdeutlichen im Ortsbeirat trostlose Zustände im Stadtteil und würden sie gerne ändern. Bedarf gebe es im Solmspark, Brentanopark, auf der Kuhlmannswiese und im Biegwald.

Ein Bolzplatz, der nach Regenfällen tagelang unter Wasser steht, einfallslose Spielgeräte für zu wenige Altersgruppen, Spielplätze ohne Schatten an heißen Sommertagen, Spielgeräte, die sich durch die Sonnenstrahlen zu stark aufheizen und kaum noch nutzbar sind, Basketball-Plätze mit unebenem Untergrund, auf dem Bälle nicht geprellt werden können. So stellt sich für Judith und Sören Schopferer die Situation auf Spielplätzen in Rödelheim dar.

Und die Liste ließe sich noch weiter verlängern. Das verdeutlichten die Eltern zweier Kinder in einer Foto-Dokumentation, die sie in der Bürgerfragestunde des Ortsbeirats 7 am Dienstagabend vor- und gelungene Beispiele aus anderen Stadtteilen gegenüber stellten. „Wir sind vor drei Jahren aus einem anderen Stadtteil nach Rödelheim gezogen. Es gibt hier viele Spielplätze, die viel Potenzial haben und kreative Orte für die Kinder sein könnten“, betonte Sören Schopferer: „Ein Sandkasten, eine Schaukel und eine Rutsche reichen einfach nicht aus.“

Hoffnungslos überlaufen

Egal ob im Solms- oder Brentanopark, auf der Kuhlmannswiese oder im Biegwald: Auf den Spielplätzen in Rödelheim würden trostlose Zustände herrschen. Einzig der Spielplatz am Blauen Steg sei etwas spannender gestaltet, führte das Paar aus. Die Eltern von Tom (9) und Jola (4) wichen daher am Wochenende oft auf spannendere Spielplätze aus, etwa auf den erst vor zwei Jahren neu und für verschiedene Altersgruppen gestalteten im Holzhausenpark.

Zudem seien die Spielplätze im familienfreundlichen Rödelheim, das in den nächsten Jahren durch den Bau von rund 600 Wohnungen mit weiterem Zuzug rechnen muss, in der schönen Jahreszeit hoffnungslos überlaufen. An den Spielgeräten bilden sich schnell lange Schlangen. Beobachtungen, die auch das Publikum am Dienstagabend teilte. Doch die Schopferers wollen sich nicht nur beschweren, sondern aktiv werden. Binnen kurzer Zeit haben sie rund 100 Unterschriften gesammelt und sich an den Rödelheimer Kinderbeauftragten Rolf Rieckmann gewandt. Er bestätigt deren Eindrücke: „Die Spielplätze in Rödelheim sind in die Jahre gekommen. Und der Zuzug an Familien nach Rödelheim wird weiter anhalten.“

Runder Tisch geplant

Das Engagement der Familie Schopferer „sollte man als Chance nutzen“. Daher regte Rieckmann einen Runden Tisch mit Vertretern aus dem Ortsbeirat, Grünflächenamt, den Betreuungseinrichtungen sowie Kindern, Eltern, Behinderten- und Kinderbeauftragten an, der sich mit Vorschlägen befassen möchte. Eine Idee, die im Ortsbeirat und von Ortsvorsteherin Michaela Will (SPD) begrüßt wurde.

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