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Französischer Markt auf dem Höchster Schlossfest.

Höchst

Maritimes Feeling mit viel Musik

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Das Höchster Schlossfest startet in diesem Jahr mit einer Feier im Hafen am 5. Juli.

Das Schlossfest hat in diesem Jahr keinen offiziellen Partner von außerhalb, wie sonst. Die Höchster feiern auf der großen Sommersause ganz besonders ihre Vereine. Beeindruckende Jubiläen sieht OB Peter Feldmann, der Festpräsident. So begeht die Kolpingfamilie Höchst ihren 150. Jahrestag. Der Verein für Geschichte und Altertumskunde steuert ein 125-jähriges Bestehen bei. Der Vereinsring, Schlossfest-Organisator, wird immerhin 65 Jahre alt.

„Wir gehen aber lange noch nicht in Rente“, verspricht Vorsitzender Claus Cromm launig, als er am Montag zusammen mit Christoph Brum das Programm vorstellt. Froh über Zuwachs bei den Sponsoren sind die beiden. „Wir wollen ein Bürgerfest bieten“, sagt Cromm, bei dem die Besucher für die meisten Veranstaltungen freien Eintritt genießen. Zum Beispiel bei der Eröffnung am Samstag, 6. Juli. Bei der es reichlich Programm gibt, vor allem aber ein „Häppy Trällering“. Von 22 bis 24 Uhr leiten Loti Pohl von den Crackers und Don Weaver von den City Pirates ein gemeinsames Singen auf dem Schlossplatz an. Texte sind auf einer großen Leinwand mitzulesen. Mindestens „die Fischerchöre von Höchst“ erwartet Cromm.

Highlights

Regatta des Schiffs-Modellbau-Clubs, Stadtparkweiher, Samstag, 22. Juni, ab 15 Uhr, Sonntag, 23. Juni, ab 10 Uhr.

Clening-Day, Samstag, 29. Juni, Treffpunkt 11 Uhr, Schlossplatz-Brunnen.

Hafenfest und Eröffnung Skaterpark Leunabrücke, Freitag, 5. Juli 17 - 24 Uhr.

Altstadtfest der vereine, 6. und 7. Juli, Musik, Tanz, Ritterlager im Burggraben, Kunstmarkt am Mainufer, Kirchweihgottesdienst, Oldtimertreffen (Fahrerlager mit Benzingesprächen).

50 Jahre Woodstock, Konzert im Brüningpark, Freitag, 12. Juli, 19 Uhr.

Feuerwerk, Montag, 15. Juli, 22.30 Uhr, Mainufer.

Mehr Info im Netz unter www.pro- hoechst.de/hoechster-schlossfest/

OB Feldmann freut sich bereits auf das erste Höchster Hafenfest am Vorabend der Eröffnung (Freitag, 5. Juli). Das sei nicht nur die formale Übergabe des frisch sanierten Mainufers an die Öffentlichkeit, sondern biete auch reichlich maritimes Feeling. Zum Beispiel singt der Shantychor aus Nied. Es gibt Aktionen auf dem Wasser, etwa mit dem Frankfurter Feuerlöschboot. Außerdem ein großes Picknick und die Eröffnung des neuen Skaterparks unter der Leunabrücke.

Besucher können auch bei den ersten Golf-Hafenmeisterschaften mitmachen. Gespielt werden zwischen sieben und neun Bahnen, mit Softbällen. Anfänger und Fortgeschrittene werden Spaß haben, verspricht Christoph Brum etwas nebulös. „Sie werden schon sehen.“

Jürgen Vormann, Geschäftsführer beim Industriepark-Manager Infraserv und Schirmherr des Fests, hat auch einen Tipp parat: das Jazzkonzert von Anja Lechner und Dino Saluzzi am Sonntag, 16. Juni, 18 Uhr, in der Justinuskirche. „Das sind zwei Weltstars“, schwärmt Vormann. Und der Auftritt sei möglicherweise Saluzzis letzter im Lande – der Argentinier sei 85 Jahr alt. Vormann möchte aber auch das große bürgerschaftliche Engagement der Höchster Vereine hervorheben. „Sie prägen das gesellschaftliche Zusammenleben im Stadtteil.“

Dazu zählen die 350 Leute, die bereits am großen Wandteppich für den Bolongaropalast mitgestickt haben. Auf dem Kunstmarkt am Mainufer werden weitere hinzukommen, die sich in dem Artefakt verewigen.

Das Hauptwochenende geht vom 12. bis 15. Juli. Konzerte im Brüningpark locken ebenso wie der große Vergnügungspark am Mainufer. Der Sonntag, 14. Juli., ist als „Geburtstagswiesn“ deklariert. Kolpingfamilie und Historiker feiern zünftig in Tracht und mit Maßbier. Es gibt einen Wiesn-Gottesdienst und reichlich bayrische Musik. Das Feuerwerk erleuchtet die letzten Minuten des Festes am Montag, 15. Juli, 22.30 Uhr.

Erst gilt es aber, einen Cleaning Day einzulegen. Also den Stadtteil herauszuputzen. Zusammen mit der städtischen Kampagne Clean FFM wollen die Höchster am Wochenende vor der Schlossfest-Eröffnung aufräumen. Dabei nutzt Cromm gewohnt frechmäulig die Gelegenheit, den OB zu ermahnen. Die Stadt solle lieber Geld ausgeben, um herauszufinden, wo der viele Müll herkomme.

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