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Die Restauratorinnen arbeiten immer noch an der Pietà.
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Die Restauratorinnen arbeiten immer noch an der Pietà.

Frankfurt

Maria kehrt Ende Juni zurück

  • Anja Laud
    VonAnja Laud
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Restauratorinnen im Dommuseum lassen sich bei Arbeit über die Schulter schauen.

Seitdem die Pietà im Juni 1914 im Frankfurter Dom aufgestellt wurde, wird sie von Gläubigen hoch verehrt, und diese Verehrung und Liebe hat an der Maria, die den toten Christus in ihrem Arm hält, Spuren hinterlassen. Wer zuschauen will, wie diese beseitigt werden, kann sich auf eine ganz besondere Veranstaltung im Dommuseum freuen.

Moya Schönberg, eine der beiden Restauratorinnen, die im Kreuzgang des Museums an dem Kunstwerk aus der Werkstatt des Bildhauers Caspar Weis arbeiten, und Bettina Schmitt, die Leiterin des Dommuseums, werden am Mittwoch, 9. Juni, 18 Uhr, bei einer Veranstaltung über den Fortgang der Restaurierung der trauernden Maria informieren.

Die lebensgroße, rund 160 Kilogramm schwere Figurengruppe hatte vor mehr als drei Monaten ihren angestammten Platz in der Scheid-Kapelle des Kaiserdoms verlassen. An ihr befanden sich Spuren von den unzähligen Berührungen der Gläubigen sowie Brandspuren, Ruß und Wachsflecken von Kerzen. Auch Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit hatten Schäden an dem Werk hinterlassen, vor allem an der empfindlichen Farbfassung. Kleid und der Mantel Marias sind als edler Brokatstoff mit einem feinen, kleinteiligen Muster wiedergegeben.

Da die Schäden größer waren als erwartet, sind Schönberg und ihre Kollegin Anke Becker immer noch mit der Restaurierung der Pietà befasst. Für die Besucherinnen und Besucher des Dommuseums ist das ein Glück, denn nach der Wiedereröffnung des Hauses können sie die Arbeiten nun live verfolgen, ehe die Maria an ihren Standort im Dom zurückkehrt.

Das wird nach Mitteilung des Museums voraussichtlich Ende Juni der Fall sein. Am Dienstag, 29. Juni, 18 Uhr, laden Museumsleiterin Schmitt und Rektor Stefan Scholz zu einer Betrachtung der Marienfigur ein, dann schon wieder in der Scheid-Kapelle.

Und noch ein weiteres Kunstprojekt lässt sich vom heutigen Dienstag an im Dom bestaunen: Die von Hans Backoffen im 16. Jahrhundert geschaffene Skulptur der Kreuzigungsgruppe wird der Hamburger Künstlerin Caroline von Grone als Modell dienen Zwei Wochen lang wird diese ihr „temporäres Atelier“ in der Turmhalle des Doms aufschlagen. Während der Öffnungszeiten, vor allem von 11 bis 17 Uhr, können Besucher:innen dem Entstehen des großformatigen Gemäldes der Backoffen-Gruppe zuschauen. lad

Anmeldungen zu diesen Veranstaltungen nimmt das Dommuseum telefonisch unter 069/80 08 71 82 90 oder per E-Mail entgegen.

info@dommuseum-frankfurt.de

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