Kritik an Maredo

Maredo: „Verständnis für den Unmut“

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
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Der vorläufige Insolvenzverwalter von Maredo reagiert auf Kritik an nicht vollständig gezahlten Löhnen für März. Er äußert Verständnis für den Unmut der Beschäftigten, verteidigt die Entscheidungen aber.

Der vorläufige Insolvenzverwalter der Steakhousekette Maredo, Nikolaos Antoniadis, hat am Mittwoch auf Anfrage der FR bestätigt, dass die Beschäftigen des Unternehmens, das unter anderem Restaurants an der Hauptwache und der Freßgass in Frankfurt betreibt, vom 1. bis zum 18. März kein Geld erhalten haben. Frankfurter Gewerkschaftsvertreter hatten zuvor auf nicht gezahlte Löhne bei dem insolventen Unternehmen hingewiesen.

Seit 19. März erhielten die Beschäftigten Kurzarbeitergeld, heißt es in der Stellungnahme. Für den Zeitraum vom 1. bis zum 18. März sei dies nicht möglich gewesen, weil die Restaurants noch geöffnet gewesen seien und die Beschäftigten nachweislich ihre Arbeitsleistung erbracht hätten. Der Geschäftsführer und der vorläufige Insolvenzverwalter bedauerten außerordentlich, dass den Beschäftigten zum jetzigen Zeitpunkt keine Gehaltszahlung für diesen Zeitraum zugesichert werden könne, heißt es in der Stellungnahme von Antoniadis. Sie hätten Verständnis für den Unmut der Beschäftigten, heißt es weiter. Die getroffenen Entscheidungen seien aber der einzige Weg gewesen, um Maredo fortzuführen. „Wenn stattdessen für die Monate März, April und Mai Insolvenzgeld beantragt worden wäre, hätten zum 1. 6. 2020 alle Restaurants dauerhaft geschlossen werden müssen, und sämtliche Arbeitsplätze wären vernichtet gewesen“, heißt es in der Stellungnahme. 

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