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Sport

Marathon nur virtuell

  • Jakob Maurer
    vonJakob Maurer
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Tausende laufen nach der Absage des Laufs, der traditionell am letzten Sonntag im Oktober stattfindet, auf eigene Faust und vor der eigenen Haustür.

Wer am Sonntag durch den Stadtwald streifte oder am Mainufer flanierte, mag sich gewundert haben: Menschen in voller Laufmontur und mit Startnummern huschten vereinzelt vorbei. Und das ganz ohne den Höhepunkt der Frankfurter Laufsaison: Eigentlich sollte am Sonntag der Marathon zum 38. Mal durch die Stadt führen. Doch bereits im August kam es zur coronabedingten Absage.

Mehr als 4500 Läuferinnen und Läufer haben sich in Frankfurt und auf der ganzen Welt trotzdem vor der eigenen Haustür auf den Weg gemacht. Das teilte der Veranstalter Motion Events am Montag mit. Nach der Absage hatte er zum selbstorganisierten Lauf am Tag des abgesagten Marathons aufgerufen. Christina Dörr vom Organisationsteam zeigte sich am Montag begeistert über die Rückmeldung: Die Leute seien froh darüber gewesen, „mal wieder eine Startnummer tragen zu können“.

Angesichts der Corona-Lage in Frankfurt, erklärte der Geschäftsführer Jo Schindler, „brauchte man nicht lange nachdenken“. Am Marathon als Großveranstaltung mit Tausenden Menschen auf und an der Strecke festzuhalten, wäre „undenkbar und nicht verantwortbar“ gewesen.

Darum rief man zu individuellen Läufen mit verschiedenen Distanzen auf. Und dass viele folgten, zeigte sich auch in den zahlreichen über die sozialen Medien geteilten Bildern. Auf Instagram berichtete etwa die 31-jährige Lokalmatadorin Katharina Steinruck von der LG Eintracht Frankfurt von ihrem Zehnkilometerlauf. Der langjährige Teilnehmer Peter Schmit, Jahrgang 1950, lief in Rüsselsheim einen Halbmarathon und schrieb dem Veranstalter voll Wehmut, das Kribbeln am Start habe gefehlt.

Für 2021 hofft Schindler wieder auf eine normale Auflage. Derzeit arbeite man an einem Konzept, um für die weiteren Entwicklungen der Pandemie gewappnet zu sein. Und eines stimmt ihn optimistisch: „So viele Anmeldungen für das Folgejahr nur einen Tag nach dem Lauf hatten wir noch nie.“

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