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Kleiner Marabu, willkommen auf der Welt.

Frankfurter Zoo

Marabu im Frankfurter Zoo geschlüpft

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Der Zoo freut sich über einen kleinen Marabu. Mit dem Nachwuchs hatte noch gar niemand gerechnet.

Es sprach der Marabu, der weise Marabu – denn Marabus sind so weise, die können sprechen: „Mein liebes Mädel, mach beim Küssen deine Augen zu. Machst du die Augen zu, dann merkst du gleich im Nu, wie recht hat doch der Marabu, der weise Marabu.“

So zitierte 2014 der seinerzeitige Zoodirektor Manfred Niekisch den weisen Marabu anlässlich seines Einzugs in die Faust-Vogelhallen des Frankfurter Tierparks. Also nicht Niekischs Einzug, sondern der Einzug eines Großvogels mit dem kurzen Namen Bu, und er blieb nicht allein, sondern erfreut sich der reizenden Gesellschaft von Frau Mara. Zusammen heißen sie – genau. Vor lauter Weisheit unterließen die beiden ebenso glatzköpfigen wir glatzhalsigen Stolzierer seither freilich das Eierlegen. Oder lag’s an der Jugend der erst fünfjährigen Henne Mara? Jedenfalls befand sich am 4. Januar plötzlich ein Ei in der Anlage, was von einer gewissen Frühreife kündet, wie Zoodirektor Miguel Casares durchblicken lässt. Am Dienstag meldete der Zoo nun den Schlupf dieses umwerfend entzückenden und vergleichsweise winzigen Kükens, wenn man bedenkt, dass es mal 1,50 Meter groß sein wird. Ob es ein Junge oder ein Mädchen ist, weiß noch niemand.

Glückwunsch den Eltern, denen man ihr Alter ja nun wirklich nicht ansieht. Der Text vom Marabu stammt übrigens von dem großen jüdischen Komponisten Willy Rosen, den die Nazis in Auschwitz ermordeten. Falls das Kleine ein Marabumännchen ist, vielleicht böte er sich ja als Namenspate an.

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