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Kunststücke auf dem Medizinball.
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Kunststücke auf dem Medizinball.

Frankfurt-Ginnheim

Manege frei

  • vonValerie Pfitzner
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Der Kinderzirkus Zarakali startet in die neue Saison. Dort können seit vergangenem Jahr auch minderjährige Flüchtlinge trainieren. Der Spaß steht dabei für alle im Vordergrund.

Jung sind sie alle, die Artisten, die am Freitag offiziell das neue Zirkusjahr im Zarakali in Szene gesetzt haben. Einer nach dem anderen springt über große Medizinbälle, manch einer macht dabei sogar ein kleines Kunststück mit Handstand und Purzelbaum. Es sind Mitglieder der Gruppe „Zirkusspiel integrativ“, die regelmäßig im Kinder- und Jugendzirkus trainieren.

„2015 war zudem für uns ein ganz besonderes Jahr“, sagt Jasmin Wendnagel vom Zirkusteam. Der Grund: Im April begann das Projekt für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, unterstützt vom Berliner Verein „Zirkus macht stark“, die ebenfalls im Zarakali trainieren. Einmal die Woche können die Jugendliche, die nach Deutschland geflohen sind, in die Manege kommen und sich in Akrobatik üben.

Christine Veicht, die das Projekt begleitet, kann sich noch gut daran erinnern, als die Jugendlichen erstmals das Zirkuszelt betraten: „Es hat keine drei Minuten gedauert, da kletterte der eine auf ein Gerüst, der nächste hüpfte auf dem Trampolin, ein weiterer versuchte sich am Einrad.“ Das Zirkusteam sei überwältigt gewesen von der Vitalität, der Entdeckungsfreude der jungen Geflüchteten und der Nähe, die sofort entstand. „Wenn man sich nicht mit Worten verständigen kann, muss man sich tief in die Augen sehen und darin lesen, wie es dem anderen geht.“

Jasper Janke, der mit den Jugendlichen jeden Donnerstag trainiert, musste sich daran erst gewöhnen: „Ich habe selten so viel mit Händen und Füßen kommuniziert“, sagt der ausgebildete Grundschullehrer. Aber die Jugendlichen seien so motiviert, dass es einwandfrei funktioniere. Leider wisse er nie, wie viele zum Training kommen: „Die Jugendlichen sind oft nicht lange in Frankfurt, können also nicht lange mittrainieren.“ Daher sei es schwierig, eine Aufführung mit ihnen zu planen. Aber darum ginge es auch nicht vorrangig, erklärt Veicht. Vielmehr ginge es darum, die schrecklichen Erinnerungen an Krieg und Flucht für eine Zeit lang einmal auszublenden und keine Angst vor der Zukunft zu haben. „Die Jugendlichen sollen einfach Spaß haben.“

In diesem Jahr stehen im Zarakali wieder viele Höhepunkte auf dem Programm, erklärt Jasmin Wendnagel vom Zirkusteam. Von der Zarakali Kinderzirkusshow über Workshops bis hin zum großen Varieté.

Das Programm sowie eine Übersicht über die Trainingszeiten sind im Internet nachzulesen unter www.zarakali.de. Infos gibt es beim Kinder- und Jugendzirkus, Platenstraße 79z, Telefon 56 80 79 11.

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