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 FAQ Grüne Soße-Weltrekord

Mampfen für die saubere Stadt

Die FR beantwortet Fragen zum Grüne-Soße-Weltrekord.

Wer kann beim Grüne-Soße-Weltrekord mitmachen?
Alle. Das ist der Sinn des Grüne-Soße-Tages.

Wie kann ich mitmachen?
Erstens als Grüne-Soße-Esser: In die Kantine eines beteiligten Betriebs oder in ein beteiligtes Restaurant (Liste siehe unten) gehen und ein Grüne-Soße-Gericht bestellen. Die Küchen haben entsprechende Codes gekauft (ein Euro pro Grüner Soße), die anschließend für die Rekordliste gespeichert werden.

Zweitens als Anbieter: Anmelden (alles dazu unter www.gruenesossetag.de), Codes kaufen, Gäste informieren, Grüne Soße machen, servieren.

Wo kommen die Unmengen Grüner Soße her?
Von den Feldern in Frankfurt und Umgebung. Verantwortlich dafür sind die einzelnen Teilnehmerfirmen; sie bestellen selbstständig so viele Zutaten, wie sie brauchen.

Warum müssen es ausgerechnet 231.775 Portionen sein?
Darauf besteht das Rekord-Institut für Deutschland, eine unabhängige GmbH mit Sitz in Hamburg. „Eine Weltbestleistung muss wirklich eine sein. Nur der Erste in einer Disziplin zu sein, genügt nicht für einen Rekord“, sagt Olaf Kuchenbecker, der oberste Richter beim Institut. Er bestreitet nicht, dass Frankfurt vermutlich längst der Ort ist, an dem weltweit die meisten Portionen Grüne Soße gegessen werden. Er braucht aber eine verlässliche Grundlage.

Wie errechnet sich die Zahl?
Es gibt kein vergleichbares Format, aber in Hamburg wurden einst binnen zwölf Stunden 9271 Portionen eines Nudelgerichts verkauft – an einem Ort. Also nahm Kuchenbecker diese Zahl mal 25, um das Mindestziel für Frankfurt zu errechnen: 231 775 Portionen Grüne Soße. Die 25 sei die Mindestanzahl von Veranstaltungsorten, will man einen Massenrekord aufstellen. Die Zielgröße hält Kuchenbecker für plausibel: „Das entspricht etwa einem Drittel der Frankfurter Bevölkerung – und es geht ja schließlich um ihr Nationalgericht.“

Wer zählt, ob genug Soße für den Rekord gegessen wurde?
Die Firma Atrikom aus Ginsheim-Gustavsburg, spezialisiert auf Projektdienstleistungen.

Wird man Zwischenstände verfolgen können?
Ja – aber erst am Abend. Die Firmenkantinen und Kindertagesstätten geben ihre Zahlen vom Mittagessen durch, sobald die Mahlzeiten beendet sind. Das wird den Nachmittag in Anspruch nehmen. Anschließend wollen die Organisatoren den Stand auf Facebook und Twitter bekanntmachen.

Und wenn Frankfurt es wieder nicht schafft?
Schade – aber dann hat die Aktion trotzdem für Zusammenhalt gesorgt und ein Spektakel für alle geschaffen, sagt Erfinderin Maja Wolff. Man kann es ja in zwei Jahren wieder versuchen.

Was geschieht mit dem eingenommenen Geld?
Es soll die Stadt sauberer machen. Sobald die Kosten gedeckt sind, fließt der Erlös in einen Erfahr- und Erlebnispfad: Lernstationen an mehreren Orten sollen Wissenswertes zu Nachhaltigkeit, Sauberkeit, und Umweltschutz vermitteln, spielerisch und informativ für Kindergarten-, Schulkinder, Familien und alle, die sich angesprochen fühlen. Der Pfad soll „lebendiges Lernen in einer Metropolregion“ ermöglichen.

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