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Drei Deutsche aus Frankfurt sollen eine 18-Jährige in Mallorca vergewaltigt haben.

Details zum Vorfall

Vergewaltigung auf Mallorca: Vater erhebt Vorwürfe gegen die Medien

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Zwei Hessen müssen sich in Palma de Mallorca der Vergewaltigung verantworten. Jetzt äußert sich der Bruder eines Verdächtigen und zwei Touristinnen, die mit der Gruppe feiern waren, zu dem Vorfall.

  • Deutsche Urlauberin (18) auf Mallorca in Cala Ratjada mutmaßlich vergewaltigt
  • Polizei nimmt vier Deutsche am Flughafen fest
  • Zwei Verdächtige in Untersuchungshaft - zwei auf freiem Fuß
  • Offenbar stammen die Verdächtigen aus Bad Hersfeld
  • Der Fußballtrainer der Tatverdächtigen äußert sich zu den Vorwürfen
  • Zeuginnen und Bruder melden sich zu Wort

Update, 10. Juli, 19:32 Uhr: Nun konnte fr.de*  mit dem Vater der jungen Frau sprechen, die von mehreren Männern auf Mallorca vergewaltigt geworden sein soll. Der ist empört und enttäuscht darüber ist, dass Medien "einem Straftäter die Plattform bieten, um sich schön darzustellen". Gemeint sind damit vielfältige Stimmen aus dem Umfeld des mutmaßlichen Haupttäters, dieser habe "eine solche Tat" wie eine Vergewaltigung gar nicht nötig. Er sei ein guter Fußballer und ein netter Kerl, war zu lesen.

Vergewaltigung auf Mallorca: Zeuginnen eines Verdächtigen melden sich zu Wort

Update, 15:15 Uhr: Zwei weitere Touristinnen, die mit der Gruppe gefeiert haben sollen, melden sich bei RTL zu Wort. Laut dem Interview können sich die beiden nicht vorstellen, dass die Verdächtigen jemanden vergewaltigten. "Wir waren erst im Club, dann am Strand und wir kamen so gegen vier zurück zum Hotel und die saßen alle unten am Pool", äußert sich eine der Zeuginnen. Die Stimmung sei gut gewesen.

Der Bruder eines der Verdächtigen äußert sich zudem bei der Bild (Bezahlinhalt): "Wir hoffen sehnlichst dass endlich alles geklärt wird", weiter: "Yakub hat es nicht nötig, eine Frau zu vergewaltigen". Er fordert Unterstützung vom deutschen Staat, damit der Vorfall aufgeklärt wird.

Protestdemos gegen sexuelle Gewalt nach mutmaßlicher Vergewaltigung auf Mallorca

Update, 9. Juli, 6:30 Uhr: Nach der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung einer Deutschen auf Mallorca haben Hunderte Demonstranten auf der Baleareninsel gegen sexuelle Gewalt protestiert. Zu den Kundgebungen, die am Montagabend unter anderem auf dem Rathausplatz der Hauptstadt Palma sowie in Manacor und Cala Rajada stattfanden, hatten mehrere Frauenrechtsorganisationen im Internet aufgerufen. Die weiblichen Teilnehmerinnen riefen unter anderem lautstark Sätze wie „Nein ist Nein!“ und hielten Plakate mit der Aufschrift „Wir wollen ein Leben frei von Machismus“ in die Höhe, wie die mallorquinische Zeitung „Ultima Hora“ berichtete.

Damit wollten sich die Organisatorinnen dafür einsetzen, dass Sexualdelikte von der Justiz verfolgt werden und die Täter nicht straffrei davonkommen, wie es auf Facebook hieß. Bei der Aktion ging es nicht nur um den Fall der Deutschen, die vorige Woche in Cala Rajada von zwei Landsleuten vergewaltigt worden sein soll - sondern auch um ähnliche Fälle, die in Spanien in der Vergangenheit für Empörung gesorgt hatten.

Auf Mallorca gehen nach mehreren Sexualdelikten Hunderte Demonstranten auf die Straße. Sie protestieren gegen sexuelle Gewalt.

Update, 8. Juli, 16:57 Uhr: Wie die Hersfelder Zeitung berichtet, sollen die Verdächtigen in der vergangen Saison Fußball in einem A-Liga-Verein in Bebra gespielt haben. Nun äußert sich der Trainer zu den Vorwürfen und ist offenbar entsetzt darüber, was ihnen vorgeworfen wird. Er steht "hinter seinen Jungs", zitiert ihn die Zeitung.

"Für mich würde eine Welt zusammenbrechen", zitiert die Lokalzeitung den Trainer der Tatverdächtigen weiter. Sie sollen bisher nie auffällig gewesen sein und aus einem ordentlichen Elternhaus stammen, sagt der Mann gegenüber der Hersfelder Zeitung. 

Update, 8. Juli, 14:48 Uhr: Nun gibt es weitere Details zu den mutmaßlichen Vergewaltigern, die auf Mallorca eine Frau sexuell misshandelt haben sollen. Wie hna.de* berichtet, handelt es sich bei den vier Männern nicht um Frankfurter, sondern um 19 bis 23-Jährige aus Bad Hersfeld. Zwei wurden mittlerweile wieder freigelassen, die anderen beiden sitzen seit dem vergangenen Wochenende in Untersuchungshaft auf Mallorca. 

Vorwurf der Vergewaltigung: Zwei Frankfurter in U-Haft - zwei wieder frei

Update, 7. Juli, 10.20 Uhr: Ein Gericht in Palma hat für zwei der vier festgenommenen Tatverdächtigen Untersuchungshaft ohne Kaution angeordnet. Zwei weitere Verdächtige wurden nach der Gerichtsentscheidung vom Samstagabend auf freien Fuß gesetzt, wie die Zeitung „Diario de Mallorca“ berichtete. 

Nach der Anzeige einer 18-jährigen Deutschen waren drei der Männer am Donnerstag zusammen mit einem vierten auf dem Flughafen von Palma de Mallorca festgenommen worden. Einer der vier wurde aber nach Angaben einer Polizeisprecherin am Donnerstagabend auf freien Fuß gesetzt, weil er ein Alibi vorweisen konnte. Laut „Diario de Mallorca“ erklärten sich die Tatverdächtigen vor dem Haftrichter für unschuldig.

Deutsche wegen Vergewaltigungsvorwurf verhaftet.

Palma de Mallorca: Weitere Person festgenommen

Update, 15:40 Uhr: Die Tatverdächtigen wurden mittlerweile dem Haftrichter vorgeführt. Nach Informationen der Zeitung "Diario de Mallorca", wurde neben den drei ursprünglich Verhafteten eine weitere Person festgenommen. Dabei soll es sich um den Bruder einer der Männer handeln. Der Verdächtige sei am Freitag in Cala Rajada inhaftiert worden, bestätigte ein Sprecher der Polizeieinheit Guardia Civil am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Die mutmaßlichen Täter sollen zwischen 19 bis 23 Jahre alt sein.

Insgesamt seien damit vier verdächtige Deutsche am Morgen dem Haftrichter vorgeführt worden. Allen werde „sexuelle Aggression“ vorgeworfen, so der Sprecher. Vor Gericht wurden zehn Zeugen vernommen.

Update, 6. Juli, 8.35 Uhr: Neue Details zur möglichen Gruppenvergewaltigung von drei Frankfurtern auf Mallorca. Als die vier Männer den Rückflug nach Deutschland antreten wollten, versuchten sie laut Bild.de, die Polizei auszutricksen. Die Verdächtigen sollen sich auf dem Flughafen Palma de Mallorca getrennt haben, um die Polizei zu verwirren. Ohne Erfolg.

Nach mallorquinischen Medienberichten haben die Männer in einem ersten Polizeiverhör die Tat bestritten. Sollte es zu einer Verurteilung kommen, drohen den mutmaßlichen Tätern Haftstrafen von bis zu 15 Jahren.

Mutmaßliche Vergewaltigung auf Mallorca.

Spanische Justiz ist für solche Straftaten sensibilisiert

Update, 15:24 Uhr: Auf Milde dürfen die Verdächtigen, sofern es zum Prozess kommt, gerade in Spanien nicht hoffen. Eine Serie von Gruppenvergewaltigungen hat im einstigen Macholand in den vergangenen drei Jahren die Öffentlichkeit tief erschüttert und die spanische Justiz für solche Straftaten sensibilisiert. 

Wie es in dem Fall weitergeht, entscheidet nun ein Haftrichter. Die Verdächtigen werden dem "Juez de Instrucción" Rede und Antwort stehen müssen. Der Termin für die Anhörung stehe aber noch nicht fest, sagte eine Sprecherin der Polizei der spanischen Insel am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. "Die richterliche Anhörung muss spätestens 72 Stunden nach der Festnahme erfolgen", erklärte sie. Somit wird bis Sonntagvormittag feststehen, ob die Männer in U-Haft oder gegebenenfalls unter Auflagen auf freien Fuß kommen.

Drei Männer aus Frankfurt der Gruppenvergewaltigung beschuldigt

Update, 10:53 Uhr: Die mutmaßlichen Täter sollen die Vergewaltigung gefilmt haben, wie spanische Medien berichten. Offenbar sei von den Ermittlern aber kein entsprechendes Material gefunden worden. 

Einer der vier Männer kam am Donnerstagmorgen wieder auf freien Fuß. Er soll ein Alibi für den Tatzeitpunkt haben. 

Update, 9:08 Uhr: Offenbar stammen die Täter nach Informationen der „Bild" aus Frankfurt am Main. Sie sollen im Verhör mit der Polizei die Vergewaltigung bestritten und den Geschlechtsverkehr als einvernehmlich bezeichnet haben. 

Am Flughafen in Palma de Mallorca sind vier Männer festgenommen worden.

Erstmeldung, 5. Juli, 7:51 Uhr: Palma - Vier Urlauber aus Deutschland werden auf Mallorca der Gruppenvergewaltigung beziehungsweise der Verschleierung und Beihilfe beschuldigt. Die Männer wurden am Donnerstagmorgen auf dem Flughafen von Palma de Mallorca festgenommen, bevor sie für den Rückflug nach Deutschland einchecken konnten.

Auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur bestätigte die Polizeieinheit Guardia Civil entsprechende Medienberichte. Die Festgenommenen seien von einer 18 Jahre alten Deutschen angezeigt worden, hieß es.

Gruppenvergewaltigung auf Mallorca: Vier Männer beteiligt

Die Frau hatte laut der Polizeieinheit Guardia Civil kurz nach der mutmaßlichen Tat gegen sechs Uhr morgens ausgesagt, sie sei am späten Mittwochabend auf einem Zimmer im Hotel der Gruppe im Badeort Cala Rajada im Nordosten Mallorcas von zweien der Männer im Beisein von zwei anderen vergewaltigt worden. Die Touristin habe ihren Angaben zufolge die Männer beim Feiern in Cala Rajada kennengelernt und sei freiwillig mit ihnen ins Hotel gegangen. Sie sei dann aber mit Gewalt ins Zimmer gezerrt worden.

Guardia Civil: Untersuchung bestätigt sexuelle Gewalt

Die junge Frau, die viel geweint und Griffmarken an den Armen und an den Handgelenken aufgewiesen habe, sei inzwischen in einem Krankenhaus untersucht worden. Die Experten hätten Indizien dafür gefunden, dass sie Opfer sexueller Gewalt geworden sei, berichteten die Regionalzeitungen "Diario de Mallorca" und "Última Hora" unter Berufung auf die zuständigen Ermittler.

Die Festgenommenen wurden in Gewahrsam genommen und sollen einem Untersuchungsrichter vorgeführt werden. Das werde nicht vor Freitag passieren, hieß es. Zum Alter und zur Identität der Verdächtigen wurde noch nichts mitgeteilt. Woher sie aus Deutschland stammen, blieb ebenso unbekannt.

marv/dr/dpa

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