Bauprojekt

Makkabi freut sich auf neue Heimat

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Der TuS steckt fast fünf Millionen in eine eigene Anlage am Dornbusch. Die  Stadt saniert das übrige Gelände.

Auf der Suche nach weiteren Sportflächen will die Stadt Frankfurt die in die Jahre gekommene Anlage am Dornbusch erneuern. Das Projekt wird vor allem wegen des großen Engagements des TuS Makkabi möglich. Von den 9,3 Millionen Euro, die das Bauprojekt insgesamt kostet, stemmt der Verein fast fünf Millionen. „Die Heimatlosigkeit endet endlich“, freut sich Makkabi-Präsident Alon Meyer.

Der Frankfurter Ableger des jüdischen Turn- und Sportverbands war bis in die 80er Jahre am Dachsberg in Berkersheim beheimatet, verlor sein Domizil aber mit dem Bau der Autobahn 661. Der Verein kam auf der Bertramswiese unter und teilt sich das Gelände mit den Kickers 16. Dabei ist das Areal, eher ein Park als eine Sportstätte, für einen prosperierenden Verein wie Makkabi völlig ungeeignet. Der Verein hat 21 Fußballmannschaften, darunter 19 Jugendteams.

„Die Belegung der Sportanlage Bertramswiese ist deutlich an Grenzen gestoßen“, räumt die Stadt ein. Da die Bertramswiese im Winter geschont werden muss, kamen Makkabi und die Kickers in dieser Zeit auf der Sportanlage Dornbusch unter, wo auch der 1. FC Maroc, der FC Kosova und die Griechische Sportunion zu Hause sind. Makkabi kam während dieser Nutzungsperioden auf die Idee, in die leicht marode Sportanlage zu investieren und sie auszubauen.

Stadt gibt vier Millionen

Die unweit der Bundesbank in den 50er Jahren entstandene Anlage und ist nicht mehr zeitgemäß. Der Vorstoß von Makkabi kam daher bei der Stadt gut an, die sich ihrerseits nicht lumpen lässt und gut vier Millionen Euro in Modernisierung und Ausbau steckt. Der Tenneplatz soll in einen Kunstrasenplatz umgewandelt werden, ein neuer Naturrasenplatz ist ebenso vorgesehen wie drei Soccer-Courts, ein Leichtathletiksektor für Schulsport und ein neues Funktionsgebäude. Das Sportamt schätzt die reine Bauzeit auf rund anderthalb Jahre, losgehen soll es im zweiten Halbjahr 2019 mit vorbereitenden Arbeiten.

Dann wird zunächst eine Containeranlage errichtet als Ersatz für das marode Funktionsgebäude, das abgerissen wird. Spätestens Ende 2022 soll die Anlage fertig sein, die vor allem den Vereinen zugutekommt, die schon jetzt dort zu Hause sind.

Makkabi baut auf einer Teilfläche von 20 000 Quadratmetern seine eigene Anlage. Geplant sind zwei Fußballplätze, zwei Kleinspielfelder, ein Basketballplatz und eine basketballtaugliche Halle. Bela Cohn-Bendit, der für das Bauprojekt bei Makkabi zuständig ist, spricht von einem „extremen Upgrade“, das der Verein erfahren werde. Auch für Makkabi soll es im Herbst mit den Bautätigkeiten losgehen, damit der Verein bald wieder eine richtige Heimat hat.

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