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Mainspiele: Salto am Flussufer

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Von: Judith Köneke

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Eine Schaukel für Rollifahrende oder andere Behinderte gibt es jetzt auch. Monika Müller
Eine Schaukel für Rollifahrende oder andere Behinderte gibt es jetzt auch. Monika Müller © Monika Müller

Drei Wochen können Kinder bei den Mainspielen wieder an rund 25 Stationen toben, rutschen und klettern – oder mit Booten auf dem Wasser fahren.

Ob es heute noch nicht losgehe, fragt eine Mutter mit ihrem Sohn im Kinderwagen. „Morgen erst“, informiert Michael Paris sie. Voriges Jahr hätten die Mainspiele bereits freitags begonnen, aber da seien nicht so viele Leute gekommen, fügt der Vorsitzende des Vereins Abenteuerspielplatz Riederwald hinzu. Noch sind Hüpfburg, Rollenrutsche und Bullriding eingezäunt. Von Samstag an aber können die Kinder wieder drei Wochen lang, bis Sonntag 14. August, am Sachsenhäuser Ufer spielen, toben und klettern. Zwischen Untermainbrücke und Eisernem Steg sind rund 25 Stationen aufgebaut.

Neu ist eine Schaukel für Rollstuhlfahrer, die diese selbst bedienen können, wenn sie wollen. Aber auch Kinder ohne Rollstuhl könnten das Gerät ausprobieren, sagt Paris und zeigt, dass es durch einfaches Ziehen an einer Kordel zu schwingen beginnt. Wie eine kleine Schiffschaukel.

spielen und Toben

Die Mainspiele sind bis 14. August täglich, auch samstags und sonntags, von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Zwischen Eiserner Steg und Untermainbrücke gibt es mehr als 20 Stationen.

Informationen gibt es auf der Webseite www.abenteuerspielplatz.de und unter Telefon 904 75 070.

Die Opernspiele finden vom 20. August bis 4. September täglich von 11 bis 19 Uhr auf dem Opernplatz und in der angrenzenden Taunusanlage statt. jkö

Extrem beliebt sei das Bungee-Trampolin, so dass man zwei zusätzliche angeschafft habe, berichtet Paris. Und ungefährlicher als die Hüpfburg sei es; da die Kinder angeschnallt seien, könnten sie unbeschwert Salti machen – auf der Hüpfburg sind die verboten. Für das Bungee-Trampolin sind drei Euro fällig, auf diese Weise refinanziert der Verein die Geräte. Das Kinderschminken kostet ebenfalls drei Euro, und auch für das Bootfahren auf dem Main muss man zahlen. Das Speedboot, das seit kurzem dazugekommen ist, kostet sieben Euro. Die drei langsameren Bötchen fünf Euro. Die Karten sind direkt vor Ort zu erwerben und können auch schon im Voraus gekauft werden. Alle 20 Minuten sticht eines in See. „Für das Speedboot gibt es eine Riesennachfrage“, sagt Paris. Kein Wunder, es rast mit rund 70 Stundenkilometern über den Main.

Wer T-Shirts besprayen will, muss fünf Euro zahlen – das sei aber der Preis für das Shirt. Besonders beliebt war in den vergangenen Jahren der Eintracht-Adler. Alle anderen Angebote sind kostenlos. „Eigentlich sind wir hier eine Mischung aus normalem Spielplatz und Dippemess“, sagt Paris. In einer Kreativwerkstatt gibt es zudem täglich wechselnde Mal- und Bastelaktionen mit Recyclingmaterialien. Um die Kinder kümmern sich 35 Betreuerinnen und Betreuer. Aber dem Verein fehle Personal, betont Michael Paris. Dabei zahle man angemessen.

Die Mainspiele, die bereits zum 29. Mal stattfinden, sind sehr beliebt. Jedes Jahr steige die Zahl der Besucherinnen und Besucher, sagt Paris. Diese kämen aus ganz Hessen und den umliegenden Bundesländern. Voriges Jahr hätten rund 45 000 Kinder das Angebot genutzt. Das wisse er deshalb so genau, weil sich alle wegen der Pandemie registrieren lassen mussten; etwa 100 Ordner seien gefüllt mit Unterlagen. Doch die Pandemie hat auch hohe Extrakosten verursacht, gut 15 000 Euro musste der Verein etwa für drei zusätzliche Mitarbeiter und Bändchen ausgeben.

Rund 140 000 Euro kostete das Spielfest vergangenes Jahr, 78 000 Euro gibt es von der Stadt als Zuschuss. Sponsoren helfen zwar, aber Paris wünscht sich, dass die Förderung deutlich erhöht wird.

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