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Mainkai-Sperrung in Frankfurt: Umleitung soll City und Sachsenhausen entlasten

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Von: Florian Leclerc

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Im Sommer gibt es ein Programm am Mainkai - die Linken machte es mit dem Sommerfest vor.
Im Sommer gibt es ein Programm am Mainkai - die Linken machte es mit dem Sommerfest vor. r. Oeser © Oeser

Die Mainkai in Frankfurt wird im Sommer acht Wochen lang gesperrt. Das Verkehrsdezernat hat nun den Umfahrungsplan vorgestellt.

Frankfurt - Im Sommer wird der Mainkai in Frankfurt für acht Wochen gesperrt – von 11. Juli bis 5. September. Um die Innenstadt und Sachsenhausen in dieser Zeit von motorisiertem Verkehr zu entlasten, hat die Stadt ein Umfahrungskonzept erstellt. Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) und Dorothee Allekotte vom Straßenverkehrsamt stellten es am Montagabend (4. Juli) im Verkehrsausschuss vor.

Für Lastwagen und Autos sind demnach separate Umleitungen vorgesehen. Autos sollen nordmainisch auf den Frankfurter Cityring, den Anlagenring und den Alleenring ausweichen – und nicht etwa über die Berliner Straße fahren.

Lkw sollen südmainisch fahren, die Wohngebiete in Sachsenhausen und den Schaumainkai meiden und den Weg über Friedensbrücke, Stresemannallee, Mörfelder Landstraße sowie über Gerbermühlstraße und Lindleystraße nehmen. Die Umleitung wird ausgeschildert. Navigationsdienstleister werden informiert. Drei Ampeln werden infolge der Umleitung abgeschaltet, bei einer Ampel an der Untermainbrücke ändert sich die Grünphase.

Mainkai-Sperrung in Frankfurt: Fahrzeit bis zu fünf Minuten länger

Von Sommer 2019 bis Sommer 2020 war der Mainkai in Frankfurt bereits für 13 Monate gesperrt. Eine Analyse der Verkehrsströme, die nun veröffentlicht wurde, stellte fest: Die etwa 20 000 Fahrzeuge auf dem Mainkai sind überwiegend im Binnenverkehr unterwegs – etwa vom Gallus, Griesheim, Gutleut und Bockenheim ins Ostend, nach Offenbach oder Fechenheim. Nordmainisch sorgte die Mainkai-Sperrung demnach für eine Entlastung auf der Achse Speicherstraße, Untermainkai, Mainkai, Schöne Aussicht und Sonnemannstraße. Dafür war mehr Verkehr auf der Berliner Straße und auf dem Anlagenring.

Die Fahrzeit verlängerte sich auf diesen Routen in der Spitze um bis zu fünf Minuten. Um die Sperrung zu umfahren, wichen viele über die Untermainbrücke, Friedensbrücke und die Ignatz-Bubis-Brücke nach Sachsenhausen aus. Am Schaumainkai kam es morgens zu vier Minuten längerer Fahrzeit, nachmittags brauchten Verkehrsteilnehmer:innen drei Minuten länger. Über 24 Stunden gerechnet waren die Fahrzeitverlängerungen auf allen untersuchten Straßen allerdings kaum bemerkbar. Die Fahrzeit war etwa eine Minute länger.

Mainkai-Sperrung in Frankfurt: Umfahrung bereitet Sachsenhausen Sorgen

Im Frankfurter Verkehrsausschuss wurde der Umfahrungsplan lebhaft diskutiert. Jochem Heumann, der Vorsitzende der CDU in Sachsenhausen, Knut Dörfel (Linke) aus dem Ortsbeirat 5 sowie Michael Weber (CDU), Vorsteher aus dem Ortsbeirat 1, und einige Bürgerinnen und Bürger lehnten die Umfahrung ab. Sachsenhausen werde durch die Umfahrung zu stark von Lkw-Verkehr belastet. Herbert Schmoll, Sprecher der Bürgerinitiative „Sachsenhausen wehrt sich“, teilte mit, die Schilder hielten Menschen nicht davon ab, mit dem Auto oder dem Lkw in die Innenstadt oder nach Sachsenhausen zu fahren.

Alexander Mitsch (Grüne) aus dem Ortsbeirat 1, die Stadtverordnete Katharina Knacker (Grüne) und der Stadtverordnete Uwe Schulz (FDP) begrüßten die geplante Umfahrung indes. Verkehrsdezernent Stefan Majer kündigte an, die Erkenntnisse aus der Umleitung in diesem Sommer bei der nächsten Sperrung einfließen zu lassen.

Damit die Menschen sich den gesperrten Mainkai aneignen können, plant die Stadt das Programm „Sommer am Main“. Dazu kündigte Majer weitere Infos kurz vor den Sommerferien an. (Florian Leclerc)

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