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Vision für den Mainkai: Stufen bis zum Wasser.

Mainkai

Mainkai Frankfurt: Ein wichtiges Stück Land

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Die Diskussion um den autofreien Mainkai in Frankfurt geht weiter, diesmal im Ortsbeirat 1.

Eigentlich sollte in der Sitzung des Ortsbeirats 1 am Dienstag das Planungsbüro Drei Eins seine Vision vom autofreien Mainkai vorstellen. Geplant sind etwa Grünflächen von der Untermain- bis zur Alten Brücke, Flanierwege am Ufer und eine Treppenanlage mit Sitzstufen und direktem Zugang zum Wasser am Eisernen Steg. Doch die Vorstellung wurde abgesagt, da einige Parteien kritisierten, dass es sich dabei um eine Auftragsarbeit der SPD-Fraktion im Römer handele.

„Ich finde es sehr schade, dass die Vision des Mainkais zwischen den Mühlen der Parteipolitik zermahlen wird“, sagte Werner Buthe vom Radentscheid, der in die Sitzung gekommen war. Es gehe ja darum, sich für die Bürger zu engagieren. Er bittet die Ortsbeiratsmitglieder, nicht so klein zu denken. Schließlich sei der autofreie Mainkai für alle Frankfurter ein Erholungspunkt. Und zudem der einzige Platz in Frankfurt, wo Straße und Main auf einer Ebene verliefen. Jetzt habe man die Möglichkeit, die transversale Route von Ost nach West zu verhindern. Die Nord-Süd-Route habe man ja auch gekappt, und niemand wünsche sich zurück, dass die Hauptwache wieder geöffnet werde. „Es ist ein wichtiges Stück Land, über das Sie entscheiden, und das uns allen gehört.“

Mehrere Anträge

Mehrere Anträge von SPD, Grünen und CDU hatten die umstrittene Sperrung zum Thema und die Frage, ob die Sperre verlängert oder im August beendet werden sollte. Verabschiedet wurde das Papier der Grünen. Diese forderten, dass der Verkehrsversuch mit allen Zählungen und Auswertungen korrekt zu Ende geführt wird. Außerdem ein Verkehrskonzept, das auch die Berliner Straße miteinbezieht und so Barrieren und Umweltbelastung verringere oder aufhebe und die Innenstadt für alle attraktiver mache.

Man verschließe die Augen vor den negativen Auswirkungen der Nachbarn im Ortsbeirat 5, sagte Stephan Korte (FDP). Der Test könne nicht seriös abgeschlossen werden, weil es keine vergleichbaren Zahlen gebe.

Wegen des Shutdowns habe keine neue Verkehrszählung gemacht werden können, entgegnete Ortsvorsteher Oliver Strank (SPD). Deswegen wolle man den Verkehrsversuch bis Ende Juni 2021 verlängern. Doch der Antrag seiner Partei wurde abgelehnt. Ebenso der der CDU, der von einem Ende des Versuchs ausgeht und den Verkehr neu ordnen wollte.

Die SPD habe das Rad am Mainkai nicht neu erfunden, schreiben die Grünen im Römer zudem in einer Mitteilung. Schon vor über 20 Jahren seien Ideenskizzen für den Mainkai, mit dem „Platz am Fahrtor“ und Stufen zum Main am Eisernen Steg entstanden, bezugnehmend auf die Darstellung von 1628. Es gebe also noch mehr Pläne für den Mainkai, die man mit den Bürger diskutieren sollte, um den Mainkai mehr zu beleben und aufzuwerten, äußerte Bernhard Maier, Planungs- und Verkehrspolitiker der Grünen.

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