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Die Proteste für den Klimaschutz zeigen Wirkung.

Klimakrise

Magistrat sagt Ja zur Frankfurter Klimaallianz

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Kohleausstieg, CO2-Bepreisung: Die Beschlüsse sollen helfen, die Erderwärmung zu begrenzen. Stadt sieht sich in „bundesweiter Vorreiterrolle“.

Kohleausstieg bis Mitte des nächsten Jahrzehnts; eine kommunale Bepreisung von Kohlendioxid-Emissionen; den halben Liter Wasser möglichst überall in der Innenstadt zum Preis von einem Euro: Das sind drei der wichtigsten Punkte der „Klimaallianz“, auf die sich die schwarz-rot-grüne Frankfurter Koalition geeinigt hat. Der Magistrat gab dem Maßnahmenkatalog am Freitag seine Zustimmung, nun müssen ihn die Stadtverordneten beschließen. Vorgesehen sind viele weitere Bemühungen, die Folgen der Klimakrise gering zu halten und zugleich der Stadtentwicklung gerecht zu werden. So soll etwa Sparsamkeit beim Flächenverbrauch festgezurrt, die Luft verbessert, Fluglärm reduziert, E-Mobilität gefördert, Brauchwassernutzung ausgebaut werden.

Um die Liste „als gesamtstädtische Aufgabe“ abzuarbeiten, soll die Stadt eine Steuerungsgruppe einsetzen. Darin kooperieren Magistrat und Fachämter unter Federführung des Umweltdezernats und legen dem Parlament jeden Schritt zum Beschluss vor.

Grundlage ist weiterhin die Selbstverpflichtung der Stadt, ihre Energieversorgung bis 2050 zu 100 Prozent auf erneuerbare Quellen umzustellen. Es gelte „selbstverständlich“ auch für Frankfurt, „alles dafür zu tun, um die Erderwärmung möglichst bei unter 1,5 Grad Celsius im Vergleich mit dem vorindustriellen Zeitalter zu halten“, heißt es im Magistratsvortrag. Es erweise sich jedoch gerade, dass die bisherigen Beschlüsse und das Tempo der Umsetzung nicht ausreichten, um die Klimaziele zu erreichen – „auch hier in Frankfurt nicht“. Auch wenn die Bekämpfung des Klimawandels eine globale Herausforderung sei: „Die Weichen werden in den großen Städten gestellt. (...) Deshalb muss Frankfurt weiterhin eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz übernehmen.“ (ill)

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