Ausländerbehörde

Mängel eingeräumt

  • Friederike Tinnappel
    vonFriederike Tinnappel
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Die Ausländerbehörde wird personell aufgestockt. Die Missstände sind mehrfach angeprangert worden.

Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) hat am Donnerstag in der Stadtverordnetenversammlung eingeräumt, dass in der Ausländerbehörde „Handlungsbedarf bestand und besteht“. Die Missstände waren mehrfach angeprangert worden. Zuletzt hatte die FR berichtet, dass bereits morgens um 4 Uhr die Kunden vor dem Amt stünden und viele nach stundenlangem Warten unverrichteter Dinge nach Hause gehen müssten.

Der Stadtverordnete Martin Kliehm (Die Linke) bemängelte, dass die Menschen „80 Tage auf einen Pass“ oder andere Dokumente warten müssten. So könne ein syrischer Arzt eine Stelle nicht antreten, weil er nicht 80 Tage auf eine Arbeitserlaubnis warten könne. Kliehm verglich die Ausländerbehörde mit dem Bürgeramt, wo 80 Prozent der Besucher nach 15 Minuten vorsprechen können. Kliehm nannte die Ausländerbehörde eine „dysfunktionale Behörde“.

Frank erklärte, es seien neue Stellen geschaffen worden. Es sei aber schwierig, geeignetes Personal zu finden. Inzwischen aber seien die Stellen besetzt. Jetzt befänden sich die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter „in der Ausbildungsphase“. Außerdem habe man externe Hilfskräfte rekrutiert. Der Ordnungsdezernent geht davon aus, dass es noch „mehrere Monate“ dauern werde, bis alles rund laufen wird.

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