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Luxushotel Jumeirah schließt in Frankfurt

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Von: Oliver Teutsch

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Der Hotelturm bleibt, die Luxusmarke wechselt von Jumeirah zu JW Marriott. Michael Schick
Der Hotelturm bleibt, die Luxusmarke wechselt von Jumeirah zu JW Marriott. Michael Schick © Michael Schick

In dem markanten Gebäude kommt künftig die Nobelmarke der Hotelkette Marriott unter. Erster Haus von JW Marriott in Deutschland.

Das Sterben der Luxushotels in Frankfurt geht weiter: Nach dem Hessischen Hof und der Villa Kennedy wird Ende März auch das Jumeirah schließen. Das markante Gebäude in der City bleibt aber ein Hotelstandort: Künftig soll dort die Luxusmarke der Marriott-Gruppe firmieren, wie aus einem Branchen-Newsletter hervorgeht. Der 99 Meter hohe Hotelturm im „Palais Quartier“ war 2011 eröffnet worden. Die arabische Hotelkette Jumeirah betrieb dort ein Haus mit 218 Zimmern, das höchsten Ansprüchen genügte.

Die Hotelbranche leidet stark unter der Pandemie. Insbesondere Luxushotels mit ihrem hohen Kostenapparat – sie müssen etwa ein Restaurant geöffnet halten und deutlich mehr Servicepersonal als einfache Hotels haben – leiden unter den ausbleibenden Gästen. Das Aus für die arabische Hotelmarke in Frankfurt hatte sich jedoch nicht abgezeichnet. Noch vor Wochenfrist hatte ein Branchenkenner das Aus für die Villa Kennedy in der FR damit erklärt, dass es mit dem Jumeirah für gut betuchte Gäste aus Asien starke Konkurrenz gebe. Auch Thomas Feda, Chef der städtischen Tourismus- und Congress GmbH, bezeichnete das Ende für Jumeirah auf FR-Anfrage als „komplett überraschend“.

Die Marriott-Nobelmarke JW ist bislang meist für Resorts an der Küste bekannt, in Europa etwa in Cannes und Venedig. In Deutschland war JW bislang noch nicht vertreten.

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