Luminale 2020 | Frankfurt | 11.03.2020
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Die Lichtskulptur „Der Italiener“ von Bernardi Roig ist im Instituto Cervantes zu sehen.

Festival

Luminale in Frankfurt und Offenbach beleuchtet 110 Orte

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Die Biennale für Lichtkunst ist bis Sonntag in Frankfurt und Offenbach zu sehen.

Mit nationalen und internationalen Künstlern beginnt am heutigen Donnerstag das Lichtfestival Luminale in Frankfurt und Offenbach. Bis Sonntag, 15. März, sind jeweils nach Einbruch der Dunkelheit rund 110 Installationen zu sehen. Begleitet wird die Biennale für Lichtkunst von einem Vortragsprogramm, das am Freitag, Samstag und Sonntag, jeweils von mittags bis abends, im Festivalzentrum Instituto Cervantes, Staufenstraße 1, stattfindet. Das Motto der Luminale lautet „Digital Romantic“.

Besucherinnen und Besucher finden die meisten Kunstwerke in Frankfurt entlang der Wallanlagen sowie in Altstadt und Innenstadt, Nordend und Westend. In Offenbach sind zahlreiche Kunstwerke in der Innenstadt sowie in den Stadtteilen Westend und Nordend zu sehen.

In die Farbe Blau als Symbol der Romantik wird die Fahrgasse in Frankfurt getaucht. Jede halbe Stunde tanzen Performer. Die Galerien und Läden sind Teil der Inszenierung.

Den Römer und die umliegenden Gebäude beleuchten drei Künstlerkollektive aus Budapest, Leipzig und Prag, um an die Städtepartnerschaft mit Frankfurt zu erinnern, die seit 1990 besteht.

Das Künstlerkollektiv Xenorama taucht die Alte Oper in eine Mischung aus digitalen Strukturen und Lichtspielen.

Am Roßmarkt gibt eine begehbare Struktur von Tobias Ziegler den Blick auf den Nachthimmel frei, in der das künstliche Licht der Stadt ausgeblendet wird. Der Videokünstler Robert Seidel beleuchtet die Fassade des Deutschen Romantik-Museums mit Handschriften und Figuren aus der Sammlung des Freien Deutschen Hochstifts.

Der Konzeptkünstler Michael Riedel bespielt mit seiner Meisterklasse der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst die Antoniuskirche im Westend. Unter dem Titel „Turned Off“ setzt die Inszenierung Unorte der Kirche in Szene, während der Rest dunkel bleibt. In der Katharinenkirche läuft die Performance „Refrakto“, die Sound, Licht und Laser verbindet.

Die Zerstörung der Artenvielfalt thematisiert die Inszenierung „Facing Extinction“ von Fotograf Joel Sartore und Regisseur Louie Psihoyos auf der Fassade des IG-Farben-Hauses, umgesetzt vom Berliner Designbüro mbox. Bären, Löwen, Luchse, Tiger wechseln sich mit Regenwaldlandschaften ab. Dies vor dem Hintergrund, dass von geschätzt acht Millionen Tier- und Pflanzenarten weltweit etwa eine Million vom Aussterben bedroht seien.

In der Ostparkstraße 25 hat Yasuhiro Chida ein acht Kilometer langes Nylonnetz gespannt. Damit will er das Naturphänomen von feinen Eiskristallen in der Luft, den sogenannten Diamantenstaub, nachbilden.

Zahlreiche Lichtinstallationen sind in Frankfurt entlang der Wallanlagen und nahe dem Main zu sehen. Am Rechneigrabenweiher schwimmen acht leuchtende Schwäne; im Metzlerpark schwebt ein zweiter Himmel über den Köpfen der Besucher; am Bethmannweiher werden Wasser und Pavillon „Le Panther“ beleuchtet; im Main strahlen Schriftzüge nahe dem Portikus.

Programm: Luminale.de

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