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Lüften in Schulen

Luftfilter reichen nicht

  • Sandra Busch
    vonSandra Busch
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Dezernent Jan Schneider warnt in der Stadtverordnetenversammlung vor einem falschen Sicherheitsgefühl beim Betreiben von Lüftern in Klassenzimmern.

Baudezernent Jan Schneider (CDU) hat am Donnerstagabend in der Stadtverordnetenversammlung davor gewarnt, dass beim Aufstellen von Luftreinigern in Klassenzimmern „ein falsches Sicherheitsgefühl und damit ein erhöhtes Infektionsrisiko“ entstehen könne. Bei manchen sei der Glaube verbreitet, dass der Einsatz der Geräte das Lüften erspare und somit eventuell verhindere, dass Kinder frören. „Die Geräte sind eine zusätzliche Möglichkeit die Virenlast zu verringern, aber keine Alternative“, sagte Schneider.

Schulen dürfen Luftreinigungsgeräte – etwa durch den Förderverein – selbst anschaffen, die Stadt aber stellt sie nur für Klassenzimmer zur Verfügung, in denen nicht ausreichend gelüftet werden kann. Alle Schulen seien auf ihre Lüftungsmöglichkeiten geprüft worden, und Klassenzimmer ohne ausreichenden Luftwechsel „können wir an einer oder zwei Händen abzählen“, sagte Schneider. Der Einsatz von Luftfiltern verkürze auch nach Auffassung des Robert-Koch-Instituts und des Umweltbundesamtes nicht das Lüften.

Bei der Inbetriebnahme der Geräte in Klassenzimmern müsse sichergestellt werden, dass sie fachgerecht aufgestellt und gewartet würden, sagte Schneider. „Das ist nicht ganz so profan.“ So dürften die Lüfter nicht zu Stolperfallen werden, auch müssten die Geräte fachgerecht gewartet und die Filter regelmäßig ausgetauscht werden. „Die Filter sind kontaminiert, und beim Wechsel ist eine Schutzkleidung empfohlen“, sagte Schneider. Werde nicht fachgerecht gereinigt, könnten „Superspreader-Klassenräume“ entstehen und das Gerät zur Virenschleuder werden.

Es müssten alle Vorschriften eingehalten werden, die auch sonst in öffentlichen Gebäuden für das Aufstellen von Geräten gelten. Denn: „Wenn wir zulassen, dass ein Gerät eingestöpselt wird, müssen wir auch die Haftung übernehmen.“ Deshalb müsse das in einem geordneten Verfahren vonstattengehen. Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) sagte am Abend, dass bisher elf Schulen gespendete Geräte aufstellen wollen. Sie habe Kriterien entwickelt, auf was die Schulen dabei achten müssen. Auch würde ein Wartungsvertrag ausgeschrieben, damit die Geräte korrekt betrieben werden können.

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