Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Das Areal der Ruhrorter Werft am Mainufer südlich der EZB soll neu gestaltet werden.
+
Das Areal der Ruhrorter Werft am Mainufer südlich der EZB soll neu gestaltet werden.

Stadtentwicklung in Frankfurt

Lückenschluss am Mainufer

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
    schließen

Das Areal an der Ruhrorter Werft am nördlichen Frankfurter Mainufer soll für 3,6 Millionen Euro gestalten werden. Die Stadt will noch weitere Bereiche am Fluss attraktiver oder erstmals zugänglich machen.

Jahre nach den ersten Plänen für eine Neugestaltung der früheren Ruhrorter Werft am nördlichen Mainufer sollen nun im Frühsommer die Arbeiten beginnen. Ziel ist es, die westlich bereits bestehende Promenade auf dem Hochkai fortzusetzen und so die in Höhe der Europäischen Zentralbank (EZB) verbliebene Lücke zwischen den bereits hergerichteten und stark frequentierten Flächen der Weseler Werft und des neuen Hafenparks zu schließen.

In Nähe des Lokals Oosten soll nach der Bau- und Finanzierungsvorlage, der das Stadtparlament noch zustimmen muss, eine große, lange, in Teilen verschiebbare Bank entstehen, die an Ladegut erinnern und so zu den verbliebenen Hafenkränen im Areal passen soll. Die Rasen- und Wiesenfläche zwischen dem Promenadenweg und der EZB wird nach dem vom Magistrat für gut geheißenen Plänen locker mit Bäumen bepflanzt. Auch der Raum unter der Deutschherrnbrücke soll mit Hilfe einer Bewässerungsanlage als Grünfläche gestaltet werden.

In der mehr als 20 000 Quadratmeter großen Grünanlage kreuzten sich das urbane Mainufer und der große Naturraum des Grüngürtels, sagte der Leiter des städtischen Grünflächenamts, Stephan Heldmann, am Donnerstag. Zugleich sei das Areal ein Ort der Geschichte, da sich in dessen Norden die Gedenkstätte für die in Konzentrationslager deportierten jüdischen Frankfurter Bürger befindet.

Zum Schutz der in diesem Areal heimischen Mauereidechsen werden Bereiche in Schotter und Sand gestaltet. Eine Wiesenfläche im Übergangsbereich zur EZB soll den Reptilien Nahrungs- und Paarungsmöglichkeiten bieten. In einem Pfeiler der Deutschherrnbrücke sollen Fledermäuse nisten und überwintern können.

1,3 Millionen Euro mehr

Fast 3,7 Millionen Euro wird die Stadt nach dem Kostenplan für die Gestaltung des Mainuferabschnitts bezahlen müssen. Das sind gut 1,3 Millionen Euro mehr als zunächst vorgesehen. In den vergangenen Jahren seien auch durch die sehr gute Auftragslage für die Unternehmen die Kosten kräftig gestiegen, erklärt Heldmann den Kostenanstieg.

Sobald die Stadtverordneten das Vorhaben beschlossen haben, soll die Ausschreibung erscheinen. Die Arbeiten werden laut Heldmann etwa ein Jahr dauern. Spaziergänger und Radfahrer sollen auch währenddessen von Westen aus Richtung Hafen gelangen können.

Auch die Ausrichtung des Flohmarkts soll weiter möglich bleiben. Man habe 40 Ausweise ausgegeben, die es den Standbetreibern ermöglichten, für die Anlieferung auf das Gelände zu fahren, sagte Heldmann.

Allein in den vergangenen sieben Jahren hat die Stadt Frankfurt laut Heldmann 70 Millionen Euro in den Ausbau und die Erneuerung ihrer Grünanlagen gesteckt. „Der Erfolg gibt uns recht“, sagt er. Die Anlagen seien schließlich stark frequentiert. Am innerstädtischen Mainufer sind laut Heldmann inzwischen mehr als sieben Kilometer zugänglich. Das seien doppelt so viel wie noch vor einigen Jahren.

Und die Entwicklung soll weitergehen. Der nördliche Uferweg wird nach Westen zum Sommerhoffpark verlängert. Flussaufwärts könne man die Promenade bis zur Honsellbrücke verlängern, sagte Heldmann am Donnerstag.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare