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So viel Platz für Radfahrer: Blick auf die Friedberger Landstraße in Höhe des Friedberger Tors.
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So viel Platz für Radfahrer: Blick auf die Friedberger Landstraße in Höhe des Friedberger Tors.

Mobilität

Lückenschluss auf der Friedberger Landstraße in Frankfurt

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Bei den Anwohnerinnen und Anwohnern kommt der Radweg auf der Friedberger Landstraße einer Umfrage zufolge gut an. Auch die Stadtpolitik hat das Thema nun diskutiert.

In Frankfurt sollen demnächst weitere Radwege gebaut werden. Das ist ein Ergebnis der Diskussionsrunde der Goethe-Universität mit der Stadtpolitik und dem Radentscheid.

Bei der Veranstaltung am Dienstagabend stellten Mobilitätsforscher:innen der Universität die Ergebnisse einer Umfrage zum Radweg auf der Friedberger Landstraße vor. Drei Wochen nachdem der Radweg im Sommer 2020 gebaut worden war, hatten sie 445 Anwohnerinnen und Anwohner um eine Bewertung gebeten.

Friedberger Landstraße Frankfurt: Umfrage der Goethe-Uni

Mehr als die Hälfte von ihnen begrüßt den neuen Radweg, nur ein Fünftel zeigt sich skeptisch. Die Mehrheit sieht die Lebensqualität gesteigert – es gibt demnach subjektiv wahrgenommen weniger Lärm, mehr Aufenthaltsqualität, weniger Verkehr, bessere Luft, mehr Sicherheit für Kinder. 67 Prozent sagen, sie wünschten sich weitere Radwege auf Hauptstraßen in Frankfurt.

„Ich dachte vorher, das funktioniert nicht, aber jetzt sieht man, es funktioniert“, sagte Annette Rinn, die Fraktionsvorsitzende der FDP. Abschließend bewerten will sie den Umbau, wenn die Pandemie vorbei ist, und der Verkehr wieder zunimmt.

Friedberger Landstraße Frankfurt: CDU will Gesamtverkehrsplan

„Es ist möglich, Autoverkehr zu reduzieren, ohne dass der Verkehr zusammenbricht“, sagte Beatrix Baltabol vom Radentscheid. Sie hob die Steigerung der Lebensqualität und der Sicherheit für Kinder hervor.

„Wir stehen zum Radentscheid. Wir müssen mehr versuchen, und da, wo es nicht funktioniert, machen wir es eben anders“, sagte Frank Nagel (CDU). Es sei wichtig, Verkehr ganzheitlich zu planen, also Wirtschafts-, Fuß-, Rad- und öffentlichen Verkehr integriert zu betrachten. Das leiste ein Gesamtverkehrsplan.

Friedberger Landstraße Frankfurt: Verkehrsdezernent will weitere Radwege bauen

„Wenn wir die Friedberger Landstraße ganzheitlich betrachtet hätten, hätten wir ganzheitlich diskutiert, und bis jetzt keinen Meter Radweg gebaut“, sagte Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD). Damit sich etwas bewege, sei es entscheidend, häppchenweise vorzugehen. Nachdem der Ortsbeirat 3 sich mehrheitlich für einen Lückenschluss des Radwegs zwischen Friedberger Platz und Matthias-Beltz-Platz ausgesprochen habe, soll auch dieser Abschnitt einen Radweg erhalten, kündigte Oesterling an. Bertram Giebeler vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) in Frankfurt erwartet allerdings nicht, dass vor der Kommunalwahl etwas passiert.

Ein weiterer Radweg von der Schönen Aussicht über Alte Brücke, Elisabethenstraße zum Lokalbahnhof und Wendelsplatz sei angeordnet, sagte Oesterling. Dieser werde wegen der Witterung aber erst im März gebaut.

Diskussion über fahrradfreundliche Nebenstraßen in Frankfurt

Jutta Deffner vom Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) und Martin Lanzendorf, Professor für Mobilitätsforschung an der Goethe-Universität, moderierten die Diskussion, an der rund 100 Menschen teilnahmen.

Beim Bau der fahrradfreundlichen Nebenstraßen würden die Voten der Ortsbeiräte akzeptiert, sagte Oesterling. „Wir machen keinen Umbau gegen deren Willen.“ Die Pläne für den Umbau von Oeder Weg, Kettenhofweg und Robert-Mayer-Straße waren bei der FDP und der CDU in den jeweiligen Ortsbeiräten auf Kritik gestoßen, außerdem bei einigen Gastronomen. „Wir bedauern den Gegenwind von FDP und CDU“, sagte Beatrix Baltabol. Die Pläne würden diskutiert und gegebenenfalls geändert, sagte Oesterling. „Das wird wohl nicht eins zu eins umgesetzt.“

Siehe Kommentar

Rote Farbe für die Kurt-Schumacher-Straße.

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