Dornbusch

Lückenlose Radwege an der Eschersheimer gefordert

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Ortsbeirat dringt auf Prüfung. Radentscheid und Stadt hatten die Straße zugunsten der Friedberger ausgespart.

Der Ortsbeirat 9 fordert den Magistrat auf, für einen lückenlosen Fahrradweg auf der Eschersheimer Landstraße zu sorgen. Mit einer knappen Mehrheit konnten SPD, Grüne und Linke am Donnerstag einen entsprechenden Antrag durchbringen. Mit ihrer Forderung gehen die Ortspolitiker über den vorläufigen Plan zum Radnetzausbau hinaus. Auf den hatten sich Vertreter des Radentscheids und der Stadt im Juni geeinigt.

„Wir haben sehr lange um die Eschersheimer Landstraße gekämpft“, sagt Norbert Szep vom Radentscheid vor den Mitgliedern des Ortsbeirats 9. In den Verhandlungen mit der Stadt habe man Kompromisse machen müssen. Zehn Hauptverkehrsstraßen sollen infrastrukturell zugunsten von Fahrradfahrern umgebaut werden. So sieht es das aktuelle Konzept vor.

Die Eschersheimer auszuklammern habe pragmatische Gründe, so Szep. Mit dem fahrradfreundlichen Umbau der Friedberger Landstraße würde eine viel befahrene Nord-Süd-Achse für Autofahrer eingeschränkt. Parallel auch die Eschersheimer für Autofahrer zu verengen, könnte einen Verkehrskollaps verursachen, habe der Einwand seitens der Stadt gelautet. „Wir setzen uns aber weiter für den Lückenschluss am Dornbusch ein“, so Szep.

Zwei schwere Unfälle

Das möchten auch die antragstellenden Fraktionen im Ortsbeirat. Zumindest einer Prüfung möge der Magistrat die Umgestaltung der Eschersheimer analog zu den bereits beschlossenen Vorhaben unterziehen, heißt es in dem Antrag. Langfristig fordern die Ortspolitiker fest installierte Radwege südwärts der Hügelstraße. Vorab soll eine Radspur provisorisch mit Klemmfixen abgetrennt werden. Die zwei schweren Verkehrsunfälle mit Radfahrern, die sich jüngst an der Kreuzung zur Hügelstraße ereignet haben, belegten die Notwendigkeit sicherer Radwege im Stadtteil, so Donna Ochs (SPD).

In der Sitzung vor der Sommerpause beschäftigte sich das Gremium schon einmal mit dem Thema. CDU, BFF und FDP stimmten für einen Antrag, Radwege auf den Parallelstraßen besser auszuweisen, um Einschränkungen für Autofahrer auf der Hauptverkehrsstraße durch eine feste Fahrradbahn zu vermeiden.

Über das erarbeitete Verkehrskonzept muss nun die Stadtverordnetenversammlung abstimmen.

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