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Lücke noch nicht geschlossen

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Von: Matthias Bittner

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Der rote Radstreifen auf der Friedberger endet abrupt.
Der rote Radstreifen auf der Friedberger endet abrupt. © Monika Müller

Zwei Varianten für durchgängige Fahrradstreifen auf der Friedberger Landstraße in Frankfurt sind im Gespräch.

Im Sommer 2020 ist der rote Radstreifen auf der Friedberger Landstraße markiert worden. Der damalige Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) sprach bei der Freigabe von einem guten Tag, weil Radler:innen auf dem Abschnitt zwischen Alter Brücke und Friedberger Platz in beide Richtungen sicher unterwegs sein könnten. Schon damals mahnte der Ortsbeirat 3 (Nordend) aber, die noch vorhandene Lücke zwischen Friedberger Platz und Matthias-Beltz-Platz schnell zu schließen. Passiert ist nichts, Radler:innen müssen auf diesem Stück auch fast zwei Jahre später noch notgedrungen auf der Fahrbahn fahren.

Im Stadtteil jedenfalls kann das zögerliche Angehen der Maßnahme keiner mehr so richtig nachvollziehen, schließlich hatte es schon bei der Freigabe des Radwegs Vorschläge gegeben, wie die Lücke geschlossen oder alternativ umfahren werden könnte. Doch auch die neuste Stellungnahme des Magistrats macht wenig Hoffnung, dass sich an der Situation so schnell etwas ändern wird.

Mitgeteilt wird lediglich, dass es für sinnvoll erachtet werde, die Lücke zu schließen. Es sei noch nicht entschieden, ob stadtauswärts der ehemalige Radweg reaktiviert oder der rote Fahrradstreifen bis zum Matthias-Beltz-Platz verlängert werde. Für die letztere Variante müsse noch untersucht werden, wie sich das auf den Verkehrsfluss auswirke.

Schnell umsetzbar wären beide Varianten. Heiko Nickel vom Radentscheid hatte vorgeschlagen, auf dem Abschnitt zwischen Friedberger Platz und Beltz-Platz das Schrägparken durch Längsparken zu ersetzen und auf dem so entstehenden Platz einen Radweg anzulegen. Bertram Giebler vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) hält das für eine gute Idee.

Weil die Friedberger Landstraße eine Hauptverkehrsstraße mit Straßenbahn- und Busverkehr ist, kann laut Magistrat dort die Höchstgeschwindigkeit nicht auf Tempo 30 gedrosselt werden. Das hatte der Ortsbeirat in Kombination mit Piktogrammen auf der Fahrbahn angeregt, um die Gefährdung für Radfahrer auf dem Teilstück zu reduzieren. Weil in Fahrtrichtung Innenstadt der Geschwindigkeitsunterschied wegen des Gefälles zwischen Kfz- und Radverkehr geringer sei, sei die Radverkehrsführung im Mischverkehr verträglicher, argumentierte der Magistrat außerdem. Die Fahrradpiktogramme in beiden Fahrtrichtungen wurden bereits aufgebracht.

Ortskundige Radfahrer:innen jedenfalls meiden den stadtauswärts führenden Abschnitt zwischen Friedberger Platz und Matthias-Beltz-Platz. Sie umfahren diesen Abschnitt über Bornheimer Landstraße, Rotlintstraße und Egenolffstraße. Die CDU-Fraktion im Ortsbeirat hatte schon mal angeregt, diese Route auszuschildern. Der Vorschlag war dann aber mehrheitlich im Gremium abgelehnt worden.

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