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Bis kurz hinter das Restaurant Oosten ist das Mainufer bereits gestaltet. Bis zum Hafenpark ist derzeit eine Brache.
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Bis kurz hinter das Restaurant Oosten ist das Mainufer bereits gestaltet. Bis zum Hafenpark ist derzeit eine Brache.

Frankfurt-Ostend

Lücke im Grüngürtel soll geschlossen werden

  • Boris Schlepper
    VonBoris Schlepper
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Frankfurt will das Gelände an der Ruhrorter Werft neu gestalten. Autos müssen dann draußen bleiben. Dem Flohmarkt während der Sommerwerft droht das Aus.

Das Grünflächenamt möchte eine der letzten Lücken im Frankfurter Grüngürtel schließen. Voraussichtlich Ende des Jahres soll die Brache an der sogenannten Ruhrorter Werft unweit der Europäischen Zentralbank neu gestaltet werden. Die Zufahrt zur Weseler Werft möchte das Amt schon jetzt strenger reglementieren.

Den Flohmarkt während des Theaterfestivals Sommerwerft in seiner bisherigen Form werde es künftig nicht mehr geben, sagt die stellvertretende Leiterin der Behörde, Heike Appel. Bisher konnten die Standbetreiber mit dem Auto von der Mayfahrtstraße aus an das Ufer gelangen. Teile des Ufers seien jedoch Grünanlage, so Appel. Dort sei eine Einfahrt mit Privatautos nicht gestattet. Die Andienung der Gastronomie Oosten und für das Festival des Vereins Protagon dagegen sei gewährleistet.

Der künstlerische Leiter von Protagon, Bernhard Bub, ist überrascht von der Ankündigung. Seit zehn Jahren gebe es den Flohmarkt während des Festivals. Der Verein habe eine Sondergenehmigung für die Nutzung des Platzes zum Entladen von Fahrzeugen. „Die Leute, die einen Stand auf der Werft haben, kommen nur zum Be- und Entladen.“

Der sogenannte Flowmarkt sei ein wichtiger Teil des Festivals, sagt Bub. „Das ist unser Family-Day am Sonntag.“ Müssten die Standbetreiber künftig ihre Wagen etwa in der Oskar-von-Miller-Straße entladen, sei mit einem Chaos zu rechnen. Der Verein bemühe sich, die Belastung für die Anwohner so gering wie möglich zu halten. Protagon werde mit der Stadt verhandeln. „Ich gehe davon aus, dass wir eine gute Lösung finden.“

Noch ist die Zufahrt zum Mainufer von der Mayfarthstraße unter der Deutschherrnbrücke hindurch offen. Die Stadt möchte die Strecke mit einer Sperranlage versehen, sagt Appel. Diese werde im Zuge der Arbeiten am Grüngürtel angebracht. Sie rechne damit, dass mit dem Lückenschluss im Winter begonnen wird: „Im Idealfall sind wir im Sommer 2018 fertig.“ Demnächst werde die Bau- und Finanzierungsvorlage für das 3,8 Millionen Euro teure Projekt eingereicht.

Die Brache liegt zwischen Hafenpark und Mainuferpromenade, große Teile unter der Eisenbahnbrücke. Im Norden schließen sich der Philipp-Holzmann-Weg und die Gedenkstätte, die an von der ehemaligen Großmarkthalle aus deportierte Juden erinnert, an. Für Appel ist der Bereich „eine Nahtstelle zwischen Mainufer und Grüngürtel“. Gestalterisch aufgegriffen werden soll das durch ein „Geflecht an Wegen“, die auf die bestehenden, geradlinigen Pfade stoßen. Der Untergrund soll ein Mix aus Plattenstreifen und Rasenflächen werden.

Am Zaun zur EZB möchte das Grünflächenamt zudem Schotterflächen für Mauereidechsen schaffen, die sich derzeit auf der Brache ausgebreitet haben. In einem der Stützpfeiler der Brücke soll zudem ein Schlafplatz für Fledermäuse eingerichtet werden.

Noch offen ist, wann die Verbindung des Grüngürtels über die Hanauer Landstraße gen Ostpark erfolgen kann, so Appel. Dafür soll ein Bahngleis entfernt und die Trasse begrünt werden. Geplant ist ein Zugang in Höhe der Schwedlerbrücke. Eine weitere Rampe soll am Philipp-Holzmann-Weg südlich der Hanauer Landstraße entstehen. Realisiert werde dies laut Appel aber wohl erst nach dem Bau der nordmainischen S-Bahn. Die Hauptarbeiten beginnen laut Bahn frühestens Ende 2021.

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