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Das Frankfurter Adornogymnasium ist aus Holzmodulen gebaut. Rolf Oeser
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Das Frankfurter Adornogymnasium ist aus Holzmodulen gebaut. Rolf Oeser

Weiterführende Schule

Los entscheidet über Schulplatz in Frankfurt

Hunderte Kinder bekommen auch in diesem Jahr keinen Platz an ihrer Wunschschule. Die Gymnasien sind weiterhin beliebt.

Manche Frankfurter Familien hatten geglaubt, in diesem Jahr auf der sicheren Seite zu sein, wenn sie sich das Adornogymnasium als Zweitwahl aussuchen. Doch bei der Wahl der weiterführenden Schule war das Gymnasium im Westend begehrter als je zuvor. „Wir hatten zwei Plätze für Zweitwünsche“, sagt der stellvertretende Schulleiter Torsten Schulz.

Denn auf die 240 Plätze der Schule hatten sich 223 Familien mit ihrem Erstwunsch beworben. Zwölf Plätze wurden für Wiederholer:innen zurückgehalten. Drei gingen an Geschwisterkinder mit Zweitwunsch. Am Ende blieben zwei Plätze, die unter den 110 Zweitwunschbewerbungen verlost wurden. Der Rest erhielt eine Zuweisung.

Jedes zehnte Kind, das nach den Sommerferien ein Gymnasium besuchen will, hat keinen Platz an seiner Wunschschule bekommen. Das hat das Staatliche Schulamt am Donnestag mitgeteilt. In konkreten Zahlen heißt das: 320 Viertklässler:innen sind im Gymnasialbereich einer anderen Schule zugewiesen, als sie ursprünglich favorisiert hatten.

Im vergangenen Jahr waren es 170 Schüler:innen. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch: 90 Prozent der Erst- und Zweitwünsche wurden erfüllt. Nach Angaben der Schulbehörde mussten an den Gymnasien und Kooperativen Gesamtschulen zusätzliche Klassen eröffnet werden, damit alle Kinder einen Platz in der gewünschten Schulform bekommen konnten.

Seit Jahren schlagen immer wieder kurz vor den Sommerferien Eltern Alarm, weil ihre Sprösslinge keinen Platz an einer der Wunschschulen bekommen haben. Weit mehr als 500 Viertklässler:innen waren davon stets betroffen. Erst seit vergangenem Jahr hat sich die Situation etwas entspannt. Seither spielt das Losglück bei der Vergabe der Plätze an den Schulen eine größere Rolle. Durch ein verändertes Verfahren des Staatlichen Schulamts können die Schulen weniger Kriterien zur Auswahl ihrer Schüler:innen anwenden und müssen mehr losen. Für die Behörde hat sich das Verfahren bewährt. Ihrer Ansicht nach sei die Akzeptanz einer Zuweisung bei Losen größer.

Das merkt auch der Stadtelternbeirat. Haben dort nach der Versendung der Zu- und Absagen der weiterführenden Schulen früher die Telefone nicht still gestanden, war es in diesem Jahr „bisher ruhig“, wie die Vorsitzende des Gremiums, Julia Frank, sagt.

In Frankfurt wechseln 2021 gut 6000 Kinder von der vierten in die fünfte Klasse. Davon wollen 54,3 Prozent künftig ein Gymnasium besuchen, 29 Prozent eine Integrierte Gesamtschule, 13,2 Prozent eine Realschule, 2,2 Prozent eine Hauptschule und 1,3 Prozent eine Förderschule. Wie an den Gymnasien gibt es auch an den Integrierten Gesamtschulen keine Entspannung. Zwar mussten dort nach Angaben des Staatlichen Schulamts keine zusätzlichen Klassen eröffnet werden, an einigen Schulen gab es jedoch mehr Anmeldungen als Plätze zur Verfügung standen. Deshalb mussten auch bei dieser Schulform gut zehn Prozent der Kinder, das sind 170 Schülerinnen und Schüler, einer anderen Integrierten Gesamtschule mit noch freien Kapazitäten oder, wenn gewünscht, einer Haupt- oder Realschule zugewiesen werden. 90 Prozent der Kinder jedoch bekamen ihren Erst- oder Zweitwunsch erfüllt.

Im Gegensatz dazu ist die Situation an den Real- und Hauptschulen entspannter. Die Erst- und Zweitwünsche konnten erfüllt werden.

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