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Diskussion

Literarischer Salon in Frankfurt thematisiert Rechten Terror

  • VonJohanna Stein
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Journaliste Martín Steinhagen spricht bei „FrankfurterPremieren“ über Wurzeln der Gewalt

Ein Buch, zwei Journalisten und unzählige Fragen zum Thema Rechtsextremismus stehen im Zentrum dieses literarischen Salons in Frankfurt. Am Beispiel des Lübcke-Mörders Stephan Ernst widmet sich Martín Steinhagen den Wurzeln rechtsextremistischer Gewalt.

Es war eine Art Comeback: Nach langer Zeit konnte erstmals wieder eine Veranstaltung mit Publikum in der Evangelischen Akademie Frankfurt stattfinden. In der Reihe „Neustart Kultur“ stellte Steinhagen sein neues Buch „Rechter Terror. Der Mord an Walter Lübcke und die Strategie der Gewalt“ vor. Sein ehemaliger Kollege von der Frankfurter Rundschau, Danijel Majic, der heute als Redakteur für hessenschau.de arbeitet, moderierte die Veranstaltung.

In der Diskussion, die auch online zu sehen ist, beleuchtete Steinhagen die Strukturen und das Umfeld des Lübcke-Mörders, die „fast exemplarisch“ seien. Er ging der Frage auf den Grund, wie der Kasseler Regierungspräsident ins Visier von Rechtsextremisten geraten konnte, weshalb er in den sozialen Netzwerken so viel Aufmerksamkeit erntete. Darüber hinaus berichtete der Autor von verschiedenen rechtsextremistischen Gruppierungen und ihrem Zusammenspiel mit der Gesellschaft. Denn das Phänomen der rechten Gewalt sei nicht neu: „Man kann von Traditionslinien sprechen“, sagte Steinhagen.

Meist suchten sich die Täter:innen weniger geschützte Ziele, aber auch Politiker:innen entsprächen ihrem klassischen Feindbild. Der Trend gehe außerdem weg von hierarchischen Gruppen hin zu separaten Terrorzellen. Die Sicht auf die von Rechtsextremisten ausgehende Gefahr habe sich immerhin etwas verschoben, sagte Steinhagen. „Aber den Eindruck, dass jetzt alles anders wäre, habe ich leider nicht.“

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