Auf der Fashion Week in Berlin werden Fotos gemacht.
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Auf der Fashion Week in Berlin werden Fotos gemacht.

Haushalt

Kritik an Geld für Fashion Week

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
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Die Linke im Frankfurter Römer kritisiert die finanzielle Unterstützung der Fashion Week Frankfurt scharf. Allein die Stadt lässt sich die Messe sechs Millionen Euro kosten.

Die Linke im Frankfurter Römer wendet sich in scharfer Form dagegen, die Ausrichtung einer Fashion Week Frankfurt mit zehn Millionen Euro zu unterstützen, davon sechs Millionen aus dem städtischen Etat. „Während wegen der Corona-Krise quer durch den Frankfurter Haushalt Kürzungen erfolgen sollen, ist der Magistrat gegenüber der Fashion Week großzügig“, kritisiert der finanzpolitische Sprecher der Fraktion, Michael Müller. „Was für ein Schlag ins Gesicht all derer, die aktuell ums Überleben kämpfen.“

Messe halbjährlich geplant

Die Modemessen Premium, Seek und Neonyt, die bisher Teil der Berliner Fashion Week sind, sollen von Juli 2021 an im Rahmen einer neuen Frankfurt Fashion Week ausgerichtet werden, die halbjährlich stattfinden soll. Das hatten die von der Corona-Krise massiv getroffene Messe Frankfurt und die Stadtpolitik im Juni als großen Erfolg verkauft. Schon damals hieß es, die Gesellschafter der Messe, die Stadt Frankfurt und das Land Hessen, unterstützten die Ausrichtung der Fashion Week auch finanziell.

Der Magistrat will den städtischen Anteil nach einer Vorlage, der das Stadtparlament noch zustimmen muss, überwiegend aus Mitteln des Tourismusbeitrags finanzieren, die 2019 nicht ausgegeben wurden. Das Land beteiligt sich mit drei Millionen Euro, die Messe mit einer Million Euro an der Ausrichtung der Modewoche.

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