Kommunalwahl

Linke stellt ihre Liste auf

  • Georg Leppert
    vonGeorg Leppert
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Fraktionschef Martin Kliehm kandidiert für einen hinteren Platz. Ein Linksbündnis nach der Wahl sieht er als eine Option.

Schnell soll es gehen, wie es eben nötig und sinnvoll ist bei Veranstaltungen in Zeiten der Pandemie. Die Frankfurter Linke trifft sich am heutigen Samstag zum Parteitag in der Stadthalle Zeilsheim, die wegen ihrer Größe derzeit für Versammlungen dieser Art sehr beliebt ist. Ursprünglich wollte der Kreisverband auch noch am Sonntag tagen. Einen Tag für die Diskussion über das Programm, einen Tag, um die Liste der Kandidatinnen und Kandidaten aufzustellen. So war es geplant. Nun will die Linke an einem Tag fertig werden, das heißt: Über Themen wie Auslandseinsätze der Bundeswehr soll nicht gesprochen werden, man will sich auf die Fragen beschränken, die bei der Kommunalwahl am 14. März wichtig werden. So stellt sich zumindest Martin Kliehm, der gemeinsam mit Dominike Pauli die Römer-Fraktion führt, den Ablauf vor.

Kliehm wird beim Parteitag freiwillig den Rückzug auf einen Platz in den hinteren Reihen antreten. Er kandidiert erst für Listenplatz sechs. „Wir brauchen einen Generationswechsel, wir müssen jünger, weiblicher und migrantischer werden“, sagt der 52-Jährige. Damit dürfte nach der Kommunalwahl auch ein Wechsel an der Fraktionsspitze verbunden sein. Den männlichen Part soll Michael Müller übernehmen, der schon in den vergangenen Monaten häufig für die Linke das Wort führte und auch von Stadtverordneten anderer Fraktionen geschätzt wird. Müller kandidiert für Listenplatz zwei.

Als Spitzenkandidatin will wieder Dominike Pauli ins Rennen gehen. Interessant dürfte das Rennen um Platz drei werden. Es bewerben sich die Stadtverordnete Pearl Hahn und Daniela Mehler aus dem Kreisvorstand.

Bei der Aussprache dürfte es trotz aller Eile auch um die Frage gehen, ob sich die Linke nach der Wahl eine Beteiligung an einer Regierungskoalition vorstellen kann. Kliehm sieht ein rot-rot-grünes Bündnis zumindest als Option. „Für einen Politikwechsel muss die CDU raus aus der Regierung, und dann bleibt nur eine Mehrheit mit SPD und Grünen“, sagt der Stadtverordnete.

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