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Das Kinder- und Jugendhaus Bonames verkauft selbstgemachte Rentiere. 

Bonames

Likör aus Bonameser Obst

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Vor allem selbstgemachte Waren erfreuen Besucher des Weihnachtsmarkts am Wendelsgarten. Dank einer Spende wird im kommenden Jahr vielleicht eine Band auf dem Marktplatz spielen.

Handgestrickte Socken und Mützen, gebrauchtes Spielzeug, dazu Liköre aus eigener Herstellung und Honig aus Bonames: Der Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz am Wendelsgarten hat so einiges zu bieten. Aber vor allem wird er von den Vereinen des Quartiers getragen. Am Stand des Turn- und Sportvereins gibt es etwa Chili con Carne, bei einer Kirchengemeinde Waffeln. Dazu verkaufen der Gesangsverein und der örtliche Fußballklub heiße Getränke und Speisen.

Sabine Denk und ihr Partner Michael Solms aus Nieder-Eschbach kommen schon seit einigen Jahren immer wieder am dritten Advent auf den Marktplatz am Wendelsgarten. Bei Crêpes und heißem Honigwein steht das Paar an einem Stehtisch. Der Markt in ihrem Stadtteil sei kleiner, sagt die 52-Jährige. Was ihnen in Bonames gefalle, seien vor allem die „selbst gemachten“ Waren, wie Liköre aus „eigenem verarbeiteten Obst“. Sie würden nicht nur alte Schulkameraden auf dem Markt treffen, sagt Solms, sondern hätten sich auch mit den Händlern angefreundet, bei denen sie in jedem Jahr für sich und andere einkauften.

Die stellvertretende Wehrführerin der Freiwilligen Feuerwehr Bonames, Sarah-Jane Koch, die die Holzhütte der Brandbekämpfer dekoriert hat, sagt, der Markt sei „ein total schönes Zusammenkommen“. Sie hebt besonders die „Kameradschaft und das Kollegiale“ unter den Marktbeschickern hervor.

Andreas Peterlick ist stolz darauf, dass es in diesem Jahr 22 Stände am Wendelsgarten gibt. „Das hat kaum ein Markt ringsherum“, sagt der Vereinsringvorsitzende des Stadtteils. Seit mehr als zwei Jahrzehnten wird der Weihnachtsmarkt vom Vereinsring immer am dritten Advent organisiert. Wann genau der erste – damals noch an der Evangelischen Kirche in Alt-Bonames – stattgefunden hat, daran erinnert sich Peterlick nicht mehr. Er schätzt, dass es in diesem Jahr mindestens die 27. Ausgabe ist. Und dafür ist überraschender Besuch gekommen. Landtagspräsident Boris Rhein, der im benachbarten Nieder-Eschbach lebt und als CDU-Mann für diesen Wahlkreis zuständig ist, hat einen Scheck von 500 Euro mitgebracht.

„So ein Weihnachtsmarkt ist eine tolle Sache, besonders wenn er schon so traditionell ist“, sagt Rhein, der die Spende aus seinem Landtags-Budget der sogenannten Lottomittel entnommen hat. Mit Überschüssen aus der Zahlen-Lotterie können Landespolitiker soziale und kulturelle Projekte unterstützen, die sie besonders schätzen. Der Vorsteher des Ortsbeirats 10, Robert Lange (CDU), hatte den Parteikollegen eingeladen. Für Andreas Peterlick kam nicht nur der hohe Besuch überraschend, sondern auch die Geldspende.

Bei einem Glühwein am Feuerwehr-Stand, für den er kurz vor Beginn des Festes noch heißen Sliwowitz am heimischen Herd gekocht hatte, überlegt Peterlick, wie die Summe angelegt werden könnte. „Wir könnten mal eine Band organisieren“, sagt der 56-Jährige. In jedem Fall will er das Geld für den Weihnachtsmarkt oder das Marktplatzfest investieren, das im Sommer an gleicher Stelle stattfindet.

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