1. Startseite
  2. Frankfurt

Liebe jenseits von Bollywood: Indische Filme in Frankfurt

Erstellt:

Von: Anja Laud

Kommentare

Der Dokumentarfilm „The Beatles and India“ zeigt nicht veröffentlichtes Archivmaterial.
Der Dokumentarfilm „The Beatles and India“ zeigt nicht veröffentlichtes Archivmaterial. © Veranstalter

Das 14. New Generations – Independent Indian Filmfestival zeigt in Frankfurt indisches Autoren-Kino. Zum Wochenende werden internationale Gäste erwartet.

Indische Filmschaffende kommen an diesem Wochenende nach Frankfurt. Vom heutigen Freitag an bis Sonntag, 16. Oktober, wird das „14. New Generations – Independent Indian Filmfestival“ in Sachsenhausen gefeiert. Bei der Festival-Eröffnung am Freitag, 20.30 Uhr, ist die Regisseurin Tara Ramanujan bei der Europapremiere ihres Spielfilms „Nishiddho – Forbidden“ mit dabei. In ihm erzählt sie die Liebesgeschichte zwischen dem Neffen eines verunglückten Arbeitsmigranten aus Bengalen und einer taffen, tamilischen Hebamme, die nebenher noch als Bestattungsunternehmerin arbeitet.

„Eine besondere Förderung des Goethe-Instituts hat es uns diesmal möglich gemacht, mehr Gäste aus Indien und Großbritannien einzuladen“, sagt Petra Klaus, die wieder zusammen mit ihrem Kollegen Binu Kurian Joseph das Festivalprogramm kuratiert hat. Das Independent Indian Filmfestival, das seit 2009 von dem Verein „Indian Vibes Neue Generationen“ organisiert wird, wird an einer neuen Spielstätte, dem Arthouse-Kino „Harmonie“ erstmals seit Ausbruch der Covid-Pandemie wieder mit Rahmenprogramm und sechs Filmproduktionen zu sehen sein, darunter Spiel-, Kurz- und Dokumentarfilme, die anders als herkömmliche Bollywood-Schinken nicht Stereotypen und Klischees transportieren, sondern ein Schlaglicht auf die Realität in Indien werfen.

Ein Muss für Beatles-Fans ist der Dokumentarfilm „The Beatles and India“, in dem der Regisseur Ajay Bose, beleuchtet, wie Indien die „Fab Four“ geprägt hat und welchen Einfluss die Pilzköpfe auf indische Künstler:innen haben. In dem Film sind unbekannte Archivaufnahmen zu sehen. Ajay Bose reist für die Vorführung am Samstag, 20 Uhr, eigens aus Neu Delhi an,

Filmfestival

Das 14. New Generations – Independent Indian Filmfestival wird von Freitag, 14., bis Sonntag, 16. Oktober, in Frankfurt im Arthouse-Kino Harmonie, Dreieichstraße 54, gefeiert. Es sind Spielfilme und Kurzfilme zu sehen.

Ein Überblick über alle Vorführungen und das Rahmenprogramm mit internationalen Gästen findet sich auf der Webseite des Frankfurter Vereins „Indian Vibes Neue Generationen“.

Eintrittskarten können ebenfalls über die Webseite des Vereins erworben werden. lad

newgenerations.de

Ebenfalls am Samstag, um 18 Uhr, sind unter dem Titel „Short Film Wallah“ sechs Kurzfilme als Deutschlandpremieren zu sehen, darunter „My Mother’s Girlfriend“, ein Film, der die Liebe zwischen zwei älteren Frauen schildert. „Das ist eine deutsch-indische Koproduktion, an der FunDeMental Studios in Frankfurt beteiligt waren“, sagt Petra Klaus. Der beste Kurzfilm wird nach der Vorführung mit einem Preis ausgezeichnet.

Neben den Veranstaltungen in der Harmonie gehr es am Samstag auch ins Deutsche Filmmuseum. Dort wird Ashvin Devasundaram, der an der Queen Mary University in London lehrt, von 14.30 Uhr an darüber sprechen, wie sich das neue unabhängige indische Kino zu einem unverwechselbaren Genre mit eigener Identität entwickelt hat.

Das Festival macht zum ersten Mal Kindern und Jugendlichen ein spezielles Angebot. Am Sonntag, dem letzten Tag, ist um 14 Uhr mit „Skater Girl“ ein Spielfilm zu sehen, in dem eine Werbefachfrau aus London und ihr Freund in den Kindern eines abgelegenen Dorf Rajasthan die Leidenschaft fürs Skateboard-Fahren erwecken und mit ihnen für einen Skatepark kämpfen..

Auch interessant

Kommentare