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Die Berger ist ein beliebter Treffpunkt.

Bornheim/Nordend

Die Liebe zur Berger Straße

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Die Ausstellung "Projekt 3093,8 Meter Berger" ist eine fotografische Hommage.

Wenn zwei „Bernemer Urgesteine“ sich nach Feierabend zum Äppelwoi treffen, kann der Abend so oder so ausgehen. Im Falle des Fotografen Gerhard Pauly und Bernhard E. Ochs, Vorsitzender des Bürgervereins und des Förderkreises historisches Bornheim, war dieser Abend vor einigen Monaten der Beginn vom „Projekt 3093,8 Meter Berger“ mit der gleichnamigen Ausstellung, die am 25. Oktober in der Frankfurter Volksbank auf der Berger Straße eröffnet wird.

Gerhard Pauly und Bernhard E. Ochs kennen sich bereits einige Jahre. Schon lange bestand der gemeinsame Wunsch, eine Ausstellung mit Fotografien von Gerhard Pauly, langjähriger Fotograf beim ehemaligen Frankfurter Volkstheater, zu organisieren. Daraus entwickelten die beiden bekennenden Berger-Straße-Fans nun die Idee für ihr Projekt, in dem die Berger Straße wieder als eine verbindende und liebenswerte Lebensader zweier Ortsbezirke in den Fokus gestellt wird.

„Die Berger Straße, zwischen Bethmannpark und der A661, ist exakt 3093,8 Meter lang“ erklärt Bernhard E. Ochs, was den Namen des Projektes erklärt. In den 70er Jahren wurde die Berger Straße unterhalb und oberhalb des Alleenringes durch unterschiedliche Postleitzahlen „getrennt“, in die untere und obere Berger Straße. Der untere Teil gehört zum Nordend, der Obere zu Bornheim. Doch damit nicht genug: Inzwischen sei dauernd von unterer, mittlerer und oberer Berger Straße die Rede. Der untere Bereich Hip, der obere Partymeile und dazwischen irgendwie die Mitte. „Dabei ist es eine verbindende und liebenswerte Lebensader zweier Ortsbezirke“, schwärmt Gerhard Pauly. Mit engagierten Einzelhändlern, alteingesessenen Familienbetrieben, Gastronomie und Vereinen, die der Berger ihr Gesicht und auch ihre Geschichten geben. „Das sind die Macher und Macherinnen der Berger“ konstatiert Pauly. Denn nach der Zeil sei die Berger Straße die Umsatzstärkste in Frankfurt, erzählt Bernhard E. Ochs durchaus mit Stolz. „Aber mit einem natürlichen, bürgerlichen Flair“ ergänzt er schwärmerisch.

24 Portraits

Die Ausstellung umfasst die Portraits von 24 Protagonisten, die alle im gleichen Stil und vor gleichem Hintergrund abgelichtet wurden. „Stolz und mit einem Augenzwinkern“, wie es in der Begleitbroschüre heißt, stellen sie ihre jeweilige Profession anhand von Kleidung und typischen Requisiten dar. Die begleitenden Texte, von den Protagonisten verfasst, beinhalten überraschende und spannende Geschichten.

Das „Projekt 3093,8 Meter Berger“ ist aber noch mehr – nämlich ausgesprochen modern und innovativ. Neben der Ausstellung mit Begleitbroschüre gibt es eine Homepage (www.projekt-berger-3093-meter.de), auf der auch kleine Videoclips mit der fiktiven Figur „Stu von und zu Klick“, die Pauly entworfen hat, zu sehen sind. Und die beiden Initiatoren sehen das Projekt als einen Anfang, eine Plattform: offen für weitere Ideen.

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