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Andrzej Korczak-Branecki. 

KZ-Außenlager Katzbach

Der letzte Überlebende

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Andrzej Korczak-Branecki, der im Frankfurter Gallus 1944/45 Häftling war, ist jetzt im Alter von 90 Jahren in Warschau gestorben.

Für ihn war Frankfurt „der schlimmste Ort, an dem ich in meinem ganzen Leben war“. Andrzej Korczak-Branecki war der letzte Überlebende des KZ-Außenlagers Katzbach in den Adlerwerken im Frankfurter Stadtteil Gallus. Jetzt ist er im Alter von 90 Jahren in Warschau gestorben.

Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) erinnerte daran, dass der frühere KZ-Häftling trotz allem, was ihm widerfahren sei, als „höchst engagierter Fürsprecher der deutsch-polnischen Verständigung“ aufgetreten sei. Immer wieder besuchte er später Frankfurt und die Region, sprach im Gallus-Theater, im Historischen Museum, aber auch in Schulen.

Von Ende September 1944 bis Ende März 1945 existierte das KZ-Außenlager. Von den 1600 Männern, die hier durchgeschleust wurden, erlebten nur etwa 100 das Ende des Zweiten Weltkriegs. Kulturdezernentin Hartwig sprach von der „Verpflichtung“, die Aufarbeitung des Geschehens von damals und das mahnende Gedenken weiter voranzutreiben.

Ende der 80er Jahre waren Kontakte zwischen Branecki und den Historikern Ernst Kaiser und Michael Knorn entstanden, die in ihrem Buch „Wir lebten und schliefen zwischen den Toten“ das Lager beschrieben. 

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