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Lernen mit Frankfurter Grüner Soße

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Von: Thomas Stillbauer

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Stark am Wiegemesser: ein Humperdinck-Schüler mit angehender Grüner Soße.
Stark am Wiegemesser: ein Humperdinck-Schüler. © Oeser

Schulklassen zieht es ins Freie – zum Beispiel auf Oberräder Felder. Da gibt es viel über sieben Kräuter zu erfahren. Und über Chamäleons.

Man ist, was man isst. Auf Dudel könnte das zutreffen, denn heute gibt es Grüne Soße – und Dudel ist grün. Chamäleon Dudel ist eines von zwei Klassenplüschtieren der 3d der Engelbert-Humperdinck-Schule.Das zweite ist das Erdmännchen Emil, aber das ist heute nicht dabei. Dudel schon, denn Dudel ist ja grün. Mag er Grüne Soße? „Wissen wir noch nicht“, sagt Schülerin Hanne. Darauf Helena: „Mit Nudeln mag er alles.“

Für die Antwort hat sich der ganze Besuch in der Solawi (Solidarische Landwirtschaft) Maingrün in Oberrad schon gelohnt. Da läuft gerade die Aktion „Sieben Tage, sieben Kräuter“ im Grüngürtel-Bildungsprogramm der Stadt, und am Dienstag macht die 3d ihre Grüne Soße. Erst mal eine Tour über die Felder mit Elke Holzinger-Stuber vom Verein Umweltlernen. Hier: Schnittlauch probieren. Passt gut wozu? Schnittlauchbrot, schlägt die Klasse vor, Rührei, Linsensuppe. Passt. Nächste Station: Kerbel. Nächste Station: Pimpinelle. „Darf man das essen?“, fragt ein Junge. Schon, erfährt er. Kerbel ist ja in der Grünen Soße.

Die Kinder lernen noch viel mehr. Warum es gut für die Kräuter ist, dass hier alles von Hand gepflanzt und gepflegt wird: weil das Energie und CO2 spart und weil der Boden nicht durch Maschinen zusammengepresst und verdichtet wird.

Lehrerin Angela Wanke im grünen Kleid nimmt mit der 3d gerade Frankfurt im Sachunterricht durch. Da passte die Grie Soß gut. Jetzt aber ran an die Kräuter. Erst mit der Schere schnippeln, dann mit dem Wiegemesser noch feiner, dann würzen. Beliebt: Eier. „Darf ich die Eier machen?“ – „Darf ich auch die Eier machen?“ Theo haut sich schon eins an den Kopf, um es zu pellen. Er schätzt die Grüne Soße, sagt er im Interview: „Sie hat einen guten Geschmack.“

Das kann die FR bestätigen. Barbara Clemenz vom Umweltlernen berichtet noch, die Römer hätten Pimpinelle zur Wundbehandlung verwendet. Ob das geholfen habe, könne sie nicht sagen: „Ich war nicht dabei.“ Noch so eine prima Antwort.

Wer das Programm „Entdecken, Forschen, Lernen“ näher kennenlernen möchte, hat Gelegenheit am 11. Juni, 16 bis 21 Uhr beim „Climate Action Day“ im Hafenpark. Mehr Info und einen Film zur Grünen Soße, gibt es unter umweltlernen-frankfurt.de

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