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Schnitzeljagd im grünen Klassenzimmer am Alten Flugplatz Kalbach/Bonames.
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Schnitzeljagd im grünen Klassenzimmer am Alten Flugplatz Kalbach/Bonames.

Umweltbildung

Lernen bei Licht und Luft in Frankfurt

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Das neue Grüngürtelprogramm für Schulen und Kitas ist da. Es führt zu vielen spannenden Orten in der Stadt – auch zu einem großen Vorbild für Flächenentsiegelung.

Raus, endlich raus! Und dabei was erleben: Das Programm „Entdecken, Forschen und Lernen im Grüngürtel“ (EFL) macht’s auch in diesem Jahr für Kitakinder, Schülerinnen und Schüler möglich – jetzt, da es alle besonders nötig haben nach harten Corona-Monaten im Haus.

93 Angebote stecken im Programmheft, von A wie „Abenteuer Sumpf“ bis Z wie Zeppelinbau (mit Propellerantrieb!). Ausgeheckt hat es die Koordinierungsgruppe Bildungsraum Grüngürtel, ein Team von Leuten des Vereins Umweltlernen, der Stadtschul-, Umwelt- und Grünflächenämter, geleitet von Rainer Berg, dem Chef im Stadtwaldhaus.

Was kann man da erleben? Etwa ein digitales Actionbound-Abenteuer. Wie das geht, zeigen drei kluge Köpfe am Freitag auf dem Alten Flugplatz Kalbach/Bonames: Kora Simeth, Paula Pälzer und Nicolas Mahla, alle zwischen 18 und 19 Jahre jung. Gemeinsam mit drei weiteren Freiwilligendienstleistenden hätten sie einen Parcours mit Quizfragen ersonnen wie: „Was versteht man unter Flächenversiegelung?“, erläutert Nicolas Mahla. Das passt bestens, denn der frühere Hubschrauberlandeplatz war ja eine riesige Betonfläche, die nach dem Abzug der US-Soldaten zum großen Teil aufgebrochen wurde.

Die Schulklassen, an die sich das Angebot richtet, können die Fragestellungen per QR-Code auf ihre Mobiltelefone laden und sich Gedanken machen: „Warum ist Flächenversiegelung schlecht für die Umwelt?“ Und: „Wie viel Fläche ist in Deutschland versiegelt?“ Kora Simeth verrät es (Schülerinnen und Schüler kurz die Augen zuhalten): 6,5 Prozent.

Arten retten

Weitere Stationen auf dem Alten Flugplatz beschäftigen sich etwa mit der Biodiversität. Smaragdeidechse und Feldhamster könnten ein Lied davon singen, dass die Artenvielfalt bedroht ist. Wie viele Tier-, Pflanzen-, Pilzarten gibt es auf der Erde? 20 000? Oder doch eher Millionen? Im Grüngürtel lässt sich’s lernen.

„Licht, Luft, Sonne“ ruft Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) das Motto für die Lernsaison im Freien aus und freut sich mit den Kindern und Jugendlichen: „Toll, dass sie endlich wieder raus können.“ Beim Grüngürtelprogramm gehe es auch darum, Respekt vor der Natur zu lernen. Und darum, Ansatzpunkte für nachhaltige Entwicklung zu finden, ergänzt Barbara Clemenz vom Verein Umweltlernen. Erkenntnisgewinn funktioniere übrigens auch in die andere Richtung, versichert sie: „Bei der Nachhaltigkeit können wir viel von den jungen Leuten lernen.“

Die Actionbound-App ist allgemein verfügbar – für das Angebot an die Schulen hat die Stadt eine Lizenz erworben. Bald startet eine weitere Runde, dann öffentlich für alle: Das Projekt „Städte wagen Wildnis“ lädt dazu in den Nordpark ein. Für die vielen Projekte in der EFL-Broschüre gebe es „Anfragen ohne Ende“ aus Schulen und Kitas, freut sich Clemenz. Wer das Heft noch nicht hat, kann es herunterladen (www.frankfurt.de). Bleibt die Frage: Warum heißt es eigentlich nicht „Entdecken, Lernen und Forschen“? Dann wäre die Abkürzung viel einfacher.

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