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Leopold Born: „Die Stimmung für die Abwahl ist spürbar“

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Von: Georg Leppert

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Leopold Born ist Vorsitzender der Jungen Union in Frankfurt.
Leopold Born ist Vorsitzender der Jungen Union in Frankfurt. © Privat

Der Vorsitzende der Jungen Union Frankfurt, Leopold Born, hofft auf ein Ende der Amtszeit von Peter Feldmann und nimmt auch die SPD in die Pflicht

Ausgerechnet am 6. November wird Leopold Born 29 Jahre alt. Der Vorsitzende der Jungen Union Frankfurt hofft darauf, dass an diesem Tag Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) abgewählt wird.

Herr Born, um für die Abwahl des Oberbürgermeisters zu werben, setzt die Junge Union auf Haustürwahlkampf. Als Peter Feldmann zu Beginn seiner Amtszeit regelmäßig bei wildfremden Menschen klingelte, waren Spott und Häme groß ...

Ja? War das so? Das war vor meiner Zeit. Offenbar kommt es darauf an, wer die Menschen besucht. Wir haben auch in den vergangenen Wahlkämpfen sehr gute Erfahrungen mit den Gesprächen bei den Leuten vor Ort gemacht. Und wir sind ja auch nicht alleine unterwegs. Wir betreiben einen gemeinsamen Wahlkampf mit den Jusos und der Grünen Jugend.

Wie ist das Verhältnis zu den anderen beiden Jugendorganisationen? Für gewöhnlich geht man ja recht scharf miteinander um, weil man im Gegensatz zu den Mutterparteien nicht auf Befindlichkeiten in einer Koalition Rücksicht nehmen muss.

Schon vor dem jetzigen Wahlkampf galt: Wir diskutieren hart in der Sache mit den anderen Jugendorganisationen, aber wir schätzen uns menschlich. Jetzt haben wir noch ein gemeinsames Ziel.

Um das zu erreichen, müssten 30 Prozent der Wahlberechtigten für die Abwahl stimmen. Klappt das?

Das Quorum ist hoch, und ich kann natürlich nicht garantieren, dass es erreicht wird. Aber ich finde, wir sollten Zuversicht verbreiten. Es ist möglich, genügend Menschen zu mobilisieren. Die Stimmung für die Abwahl ist spürbar. Das Glas ist also halb voll, nicht halb leer. Entscheidend ist jetzt aber, dass alle Institutionen, Parteien und Vereine etwas dafür tun, dass das Quorum erreicht wird. Das könnte bei manch einem noch mehr sein.

Wen meinen Sie konkret?

Ich glaube, die SPD könnte sich im Wahlkampf noch stärker engagieren. Ich habe das Gefühl, manche in der SPD führen den Abwahlkampf mit angezogener Handbremse.

Sie haben im Frühjahr rund 10 000 Unterschriften für eine Online-Petition gesammelt, in der Sie forderten, dass Feldmann zurücktritt. Ist das wirklich ein Erfolg? 10 000 Leute, von denen viele überhaupt nicht wahlberechtigt sein dürften, machen im Internet ein paar Klicks. Gebraucht werden 153 000 Menschen, die sehr ernsthaft abstimmen.

Natürlich war die Petition ein Erfolg. Wir hatten mit viel weniger Resonanz gerechnet. Zumal sie auch nicht ewig lief. Und es stimmt einfach nicht, dass man zum Unterzeichnen nur ein paar Klicks machen musste. Man musste einige Zeilen ausfüllen und seine E-Mail-Adresse validieren. Ich werte die Petition jedenfalls als deutliches Zeichen für die Abwahlstimmung in der Stadt.

Wenn die Abwahl klappt: Wen soll die CDU für die nächste OB-Wahl aufstellen?

Darüber können wir ab dem 7. November beraten. Aber derzeit verschwende ich daran keinen Gedanken. Jetzt geht es nur um die Abwahl.

Interview: Georg Leppert

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