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Lena Djeriou (13) ist erfolgreiche Judoka der TSG Nordwest.
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Lena Djeriou (13) ist erfolgreiche Judoka der TSG Nordwest.

Niederursel

Lenas Ziel lautet Olympia

  • Laura Franz
    VonLaura Franz
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Lena Djeriou ist das Goldkind der TSG Nordwest: Die 13-Jährige belegt im Judo zum dritten Mal in Folge den ersten Platz beim Bundessichtungsturnier der U15.

Gerade einmal vier Jahre alt war Lena Djeriou, als sie den Judosport für sich entdeckt hat. Mit sechs Jahren absolvierte sie ihre erste Gürtelprüfung. Heute, im Alter von 13 Jahren, ist sie stolze Trägerin des braunen Gürtels. Jüngst erreichte Lena zum dritten Mal in Folge den ersten Platz beim Bundessichtungsturnier der U15 in Backnang. Auch bei den Hessenmeisterschaften gewann sie fünf Mal hintereinander Gold.

Lena Djeriou ist zweifelsfrei ein Ausnahmetalent – und das weiß sie auch. Entsprechend hoch setzt sie ihre Ziele an: Mit 16 möchte sie den schwarzen Gürtel machen. Bereits im nächsten Jahr will sie sich für den Nationalkader qualifizieren. Von den Deutschen Meisterschaften aus soll es über die Europa- bis hin zu den Weltmeisterschaften gehen. „Eines Tages möchte ich bei den Olympischen Spielen antreten“, erklärt sie.

Früh übt sich: Im Alter von vier Jahren hat sich Djeriou bei der TSG Nordwest 1898 der Abteilung „Krabbeljudo“ angeschlossen, deren Leitung wenig später ihr Vater Djelloul Djeriou übernahm. „Dort lernten wir zunächst spielerisch das Fallen“, erzählt die 13-jährige Niederurselerin. Ihr Vater ergänzt: „Judo eignet sich hervorragend, um Kinder an die Grundfertigkeiten der Bewegung heranzuführen.“

Das impliziert auch die Bedeutung des japanischen Wortes „Judo“ (dt. „sanfter, flexibler Weg“). Ein gutes Körpergefühl, geschmeidige und zugleich beherrschte Bewegungsabläufe werden hier trainiert. „Davon profitiert man auch im Alltag“, erklärt Lena. So habe sie früh erfahren, wie man stürzt, ohne sich dabei zu verletzen. „Beim Inlineskaten hat mich das schon davor bewahrt, mir den Kopf aufzuschlagen“, berichtet sie. „Und meine Ausdauer hat sich durch den Kampfsport verbessert“, ergänzt sie. Bei einem Ausdauertest in der Schule habe sie als Klassenbeste abgeschnitten.

Vom Krabbeljudo wechselte Lena im Alter von sechs Jahren zum „Ippon-Judo“ und qualifizierte sich bald darauf für den Hessenkader. Seither trainiert sie fünf Mal in der Woche – bei der TSG, mit dem Kader und mit einem Spezialtrainer in einer Kleingruppe.

Bis zu 15 Turniere fährt die Schülerin des Eschersheimer Ziehen-Gymnasiums im Jahr gemeinsam mit ihrem Vater an. Dabei geht es oft ins Ausland. „Holland oder die Schweiz sind häufige Ziele“, sagt Djelloul Djeriou. Auf den Turnieren selbst ist die Welt zu Gast. „Ich habe schon gegen Japaner oder Brasilianer gekämpft“, erzählt Lena.

Von ihrer Erfahrung profitieren nun auch andere Kinder: Gemeinsam mit ihrem Vater trainiert Lena seit kurzer Zeit den Nachwuchs der TSG. Gerade habe sie die Ausbildung zur Sportassistentin bestanden. „Auch einen Lehrgang würde ich gerne einmal leiten“, verrät sie. Eine Laufbahn als Trainerin oder gar Berufssportlerin strebt sie aber nicht an. „Ich möchte Grundschullehrerin werden“, sagt Lena bestimmt. Der Kampfsport ist und bleibt für sie ein Hobby auf Lebenszeit.

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