Berkersheim

Leiterwagen saniert

  • schließen

Wolfgang Diehl hilft dem Kerbeverein dabei, den so genannten Leiterwagen als ein Kulturstück zu erhalten. Dafür bringt er viele Stunden ein.

Beim 2006 gegründeten Berkersheimer Kerbeverein legt man viel Wert auf Tradition, deren Einhaltung und Pflege. Eine davon war nun gefährdet. Doch am Ende ist alles gut ausgegangen.

Seit 1946 wurde der Kerbebaum mit einem so genannten Leiterwagen aus dem nahen Bad Vilbeler Wald geholt. Landwirt und Kerbebursch Gustav Falk saß damals jahrelang am Steuer. In den 60er Jahren dann hat er den Wagen dem Verein überlassen. Er wurde mittlerweile auch bei den Umzügen zur Schau gestellt.

Doch wie es bei alten Dingen eben vorkommt, auch am Leiterwagen nagte der Zahn der Zeit. Teile wurden immer wieder durch neues Holz ersetzt, nach dem Wechsel von Pferden oder Kühen auf Traktoren gab es eine Deichsel aus Stahl, die Räder wurden müde.

Eben diese mussten nun endgültig restauriert werden, „damit dieses Kulturstück für seine heutige Bestimmung als Kerbebaumwagen die nächsten 80 Jahre gerüstet ist“, wie es in einem Schreiben des Vereins heißt.

Kosten zu hoch

Das Problem: Der Kostenvoranschlag beim Steller oder Wagner, einem der letzten Fachleute für diese Art von Arbeit, lag bei fast 2800 Euro. Zu viel für den Verein. Zwar gab es auch Räder für 80 Euro, die dienten dann aber eher Dekorationszwecken.

Und dann kam Wolfgang Diehl. Das Berkersheimer Urgestein, pensionierter Treppenbauer, Mitglied im Bürgerverein und seit Jahren dem Kerbeverein verbunden, hat die Räder in vielen Stunden restauriert und dafür lediglich das passende Holz in Rechnung gestellt. Die Tradition bleibt also erhalten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare