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Um dieses Ding dreht es sich. Wo haben Sie es gesehen?

Bilderrätsel

Leichtes wird schwer

  • Thomas Stillbauer
    vonThomas Stillbauer
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Heute ist die Aufgabe kein reiner Ratespaß – heute hat sie einen ernsten Hintergrund. Dazu ein Gedicht von Erich Kästner.

Und weiter geht’s, liebe Rätselfreundinnen und Freunde. Dass wir heute dieses Detail im Bild zeigen, ist auf gleich zwei aufmerksame Frauen zurückzuführen. Erstens hatte unsere überaus rätselhafte Fotografin Monika Müller, die stets mit offenen Augen durch die Stadt radelt, das Objekt schon ziemlich lang auf ihrer Liste.

Zweitens machte uns eine Leserin darauf aufmerksam, die ganz in der Nähe wohnt. Ihren Namen nennen wir jetzt aber absichtlich nicht, sonst kommen ja alle ihre Bekannten sofort auf die Lösung.

BILDERRÄTSEL

Haben Sie’s erkannt? Das Detail, das unser rätselhaftes Foto heute zeigt? Dann nehmen Sie doch an unserem Bilderrätsel teil und gewinnen Sie einen kleinen Preis. Dazu besuchen Sie im Internet die Seite www.fr.de/gewinnspiel, geben als Lösungswort „Bilderrätsel“ ein und schreiben in der Rubrik „Anmerkungen/Hinweise“, wo das Bild aufgenommen wurde. Einsendeschluss ist am Dienstag, 8. September, um 12 Uhr. Gewinner und Auflösung lesen Sie in der FR vom Mittwoch, 9. September. ill

Auf spaßige Eulenspiegeleien, worum es sich denn hierbei gewiss handelt (mit anderen Worten also: auf gar keinen Fall handeln kann), verzichten wir diesmal, denn es handelt sich um etwas, das in keinem lustigen Zusammenhang steht. Was da im Bild zu sehen ist, war durchaus ein Ding, das Freude machen sollte und Freude machte. Dass es symbolisch dort steht, wo es steht, hat aber einen ernsten Hintergrund.

Lesen wir also zur Abwechslung lieber mal Erich Kästner:

„Und als der nächste Krieg begann,

da sagten die Frauen: Nein!

und schlossen Bruder, Sohn und Mann

fest in der Wohnung ein.

Dann zogen sie in jedem Land

wohl vor des Hauptmanns Haus

und hielten Stöcke in der Hand

und holten die Kerle heraus.

Sie legten jeden übers Knie,

der diesen Krieg befahl:

die Herren der Bank und Industrie,

den Minister und General.

Da brach so mancher Stock entzwei,

und manches Großmaul schwieg.

In allen Ländern gab’s Geschrei,

und nirgends gab es Krieg.

Die Frauen gingen dann wieder nach Haus,

zum Bruder und Sohn und Mann,

und sagten ihnen, der Krieg sei aus!

Die Männer starrten zum Fenster hinaus

und sahen die Frauen nicht an ...“

(Erich Kästner: „Fantasie von übermorgen“, 1929)

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