Natürlich gibt es auch Preisnachlässe und es sind Schnäppchen zu machen.

Sachsenhausen

Late-Night-Shopping

Die Gewerbeschau im Brückenviertel wird gut angenommen. Alle Beteiligten sind nach dem Wochenende zufrieden.

Zufrieden zeigen sich die Ladenbesitzer am Sonntag mit dem Verlauf der Gewerbeschau am Wochenende im Brückenviertel. Rund 30 Läden und Cafés haben mitgemacht. Geschäfte blieben bei freundlichen Temperaturen am Samstagabend bis 22 Uhr geöffnet. Zur Mittagszeit am Sonntag ist es bei Nieselregen dagegen ruhig vor den Geschäften, während in der Innenstadt und den westlichen Quartieren der Marathon vorbei trabt. Nur beim Frühschoppen vor der Weinstube sitzen einige zusammen, schwätzen und lachen.

Orange leuchtende Kürbisse mit geschnitzten Fratzen vor den Eingängen weisen auf die geöffneten Läden hin. In einer kleinen Lagerhalle, im Hinterhof der Wallstraße, wo früher der Markt im Hof stattgefunden hat, werden sie ausgehöhlt. Dort geht es auch am Sonntag lebhaft zu. Kinder und Erwachsene schaben das Kürbisfleisch aus und schnitzen Fratzen in das runde Gemüse. Rund 100 Kürbisse, die von der Stadt spendiert worden seien, hätten die Besucher seit gestern bearbeitet, berichtet Bettina Wingerter vom Café Brücke. „Einen für die Läden und einen dürfen sie mit nach Hause nehmen“, sagt sie. Gegenüber verkostet Josef Grunenberg mit Kunden in seinem Laden Apfelweine. Ein Paar aus Franken entscheidet sich für mehrere Flaschen Schaumwein, die es per Post nach Hause geschickt bekommt. „In unserer Gegend gibt es viel Bier und ich bin fasziniert, was man mit Äpfeln machen kann“, sagt Kunde Thomas Zimmer. Wegen eines Geschäftstermins seien sie in Frankfurt und auf dem Weg in eine Apfelwein-Gaststätte zufällig auf das Brückenviertel gestoßen. „Wir waren überrascht, dass die Läden offen haben“, so Zimmer. Wie die anderen Ladenbesitzer hatte auch Grunenberg am Vortag bis zehn am Abend geöffnet. „Es war ein normaler Samstag“, sagt der 32-Jährige. „Ein bisschen mehr Kundschaft als sonst vielleicht“, fügt er hinzu. Je nach Saison schließt er samstags sonst um 19 oder 20 Uhr.

Einige Häuser weiter, in der Brückenstraße, hat sich Nina Catacchio mit einer Zigarette kurz vor ihr Schuh-Fachgeschäft gesetzt. Gerade ist kein Kunde in ihrem kleinen Laden. „Es lief sehr gut“, sagt die 39-Jährige. Auch, weil am Vortag das Wetter mitgespielt habe, sei viel los gewesen. Gute Werbung, unter anderem im Radio, habe ebenfalls dazu beigetragen. Zu fünft hätten sie beraten, an der Kasse gestanden und Ware aus dem Lager geholt, sagt Catacchio. Neben Stammkunden seien viele von außerhalb dabei gewesen, etwa Marathon-Besucher. Auch die lange Öffnungszeit sei angenommen worden: „Eine nette Möglichkeit für alle Leute, die bis abends arbeiten müssen“.

An der Ecke Brücken-/Schifferstraße steht Mirella Sasse am Tresen in ihrem Kinder-Modegeschäft. Auch die Vorsitzende des örtlichen Gewerbevereins ist zufrieden: „Wir hatten das Gefühl, dass nochmal mehr los war als beim letzten Late-Night-Shopping“. Als „guten, nachbarschaftlichen Verbund“, bezeichnet die 37-Jährige das Verhältnis unter den Ladenbesitzern im Viertel. Demnächst wollen sie sich zusammen setzen, um sich für eine bessere Verkehrssituation in der Brücken- und Wallstraße einzusetzen. Sasse wünscht sich etwa eine fußgängerfreundlichere Ampelschaltung vor ihrem Laden.

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