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Verbreiterung des Bahndamms zwischen Eschersheim und Ginnheim.

Ginnheim und Eschersheim

Pro Tag bis zu 60 Lastwagen zwischen Ginnheim und Eschersheim

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Die Deutsche Bahn verbreitert den Damm im Zuge des S-6-Ausbaus. Die Belastung für Anwohner sollen sich in Grenzen halten, verspricht der Konzern.

Ende Juli geht es los: Die Deutsche Bahn beginnt mit der Verbreiterung des Bahndamms zwischen Eschersheim und Ginnheim. Rund 30 000 Kubikmeter Erde müssen dafür angeliefert werden. Mit bis zu 60 Lastwagen täglich sei in den nächsten vier Monaten zu rechnen, teilte das Schienenunternehmen am Donnerstag mit. Ein „optimiertes Konzept zur Baulogistik“ soll die Auswirkungen für die Anwohner so gering wie möglich halten.

Details dazu erklärt die Bahn auf der eigens für den vierspurigen Ausbau der Strecke zwischen Frankfurt-West und Bad Vilbel eingerichteten Homepage. In drei Jahren soll die S-Bahn-Linie 6 auf diesem Abschnitt auf eigenen Gleisen unterwegs sein. Danach soll die Erweiterung bis Friedberg in Angriff genommen werden. Das Planfeststellungsverfahren läuft. Verläuft alles wunschgemäß, erfolgt die Inbetriebnahme im Jahr 2028.

Jetzt ist der erste Bauabschnitt im Gange: Vom 29. Juli an wird zwischen den Unterführungen An den zehn Ruthen und Woogstraße gearbeitet. Der Baustellenverkehr werde „weitestgehend aus den betroffenen Ortskernen herausgehalten“, verspricht der Konzern. Die Lastwagen fahren demnach von der Rosa-Luxemburg-Straße kommend über Am Ginnheimer Wäldchen und Niedwiesenstraße sowie über eine parallel zum Bahndamm eingerichtete Baustraße in einem Ringverkehr. Ursprünglich vorgesehen und genehmigt war eine andere Route, die aber mit erheblichen Auswirkungen auf den Eschersheimer Ortskern verbunden gewesen wäre. Diese werden mit der jetzigen Variante vermieden.

Bevor die Lastwagen rollen können, müsse noch Grünzeug zwischen der Unterführung An den zehn Ruthen und der Einmündung Am Ginnheimer Wäldchen zurückgeschnitten werden. Die Untere Naturschutzbehörde habe zugestimmt, eine ökologische Bauüberwachung begleitet die Arbeiten.

Doch nicht nur Anwohner und Bewuchs sind betroffen. Auch nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer müssen sich neue Wege suchen, denn vom 9. August an ist die Fußgänger- und Radunterführung Ginnheim gesperrt. Die direkte Verbindung zwischen Niedwiesenstraße und Niddablick wird verfüllt. Umleitungen für den Radverkehr werden ausgeschildert; alternativ stehen die Unterführungen Woogstraße und An den zehn Ruthen zur Verfügung, heißt es. Die Arbeiten an dem Schienenprojekt haben im September 2017 begonnen. Aktuell werden neue Schallschutzwände und provisorische Bahnsteige gebaut sowie Oberleitungen errichtet.

Spätestens im nächsten Jahr soll das erste neue Gleis im Westen in Betrieb gehen.

Mehr Informationen unter:     www.s6-frankfurt-friedberg.de

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